Salut!
Lang ist's her. Ich werde versuchen, mich kurz zu halten. Alle Jahre wieder - Kisten packen, nach Schweden reisen, zu neuen Abenteuern aufbrechen, in Rennes sein, ein "fremdes" Land kennenlernen - alles schon gehabt und doch alles neu…:
Lang ist's her. Ich werde versuchen, mich kurz zu halten. Alle Jahre wieder - Kisten packen, nach Schweden reisen, zu neuen Abenteuern aufbrechen, in Rennes sein, ein "fremdes" Land kennenlernen - alles schon gehabt und doch alles neu…:
- München ist nun passé. Die Kisten sind gepackt und verstaut (DANKE! Für Asyl, fürs Schleppen, Fahren und und und…), die Wohnung wurde abgegeben und natürlich wurden auch alle Karten wieder von der Wand genommen. Ihr habt euch noch einmal richtig ins Zeug gelegt und es hat sogar fast gereicht - Bilder findet ihr unten (Entschuldigt bitte die Qualität - die gute Kamera war schon eingepackt…). Tausend Dank dafür! Ein bisschen wehmütig war ich dann schon - man kann so ein paar Quadratmeter doch sehr lieb gewinnen in kurzer Zeit.
- Auch der Hauskreis musste zurück gelassen werden - doch vorher konnte noch einmal richtig zusammen auf einer Hochzeit gefeiert werden. Euch zweien noch einmal von Herzen alles Gute und tausend Dank für das wundervolle Fest!
- Abschied genommen habe ich auch von der KHG - doch man sieht sich wieder, da bin ich mir sicher.
- Auch die Schwedenreise liegt schon wieder ein paar Wochen zurück. Es war einfach nur wunderbar. Von einer sehr intensiven Zeit in München auf einmal in eine noch viel intensivere oder vielleicht einfach andere Welt einzutauchen, mit so vielen neuen, inspirierenden und liebenswerten Menschen - ein wahres Geschenk. Wir hatten Glück mit eigentlich allem - das Wetter spielte mit, wir blieben unfall- und krankheitsfrei, zwischenmenschlich hätte es nicht besser sein können. Und das alles dann auch noch in Schweden, diesem unglaublichen und immer wieder faszinierenden Land. Sogar Polarlichter bei Vollmond waren im Programm inbegriffen (neben Schokobananen und Schlangenbrot / Stockbrot vom Grill, tägliches Baden in irgendwelchen Gewässern, ein Besuch auf Ramshyttan, lustige Autofahrten durch Traumlandschaften, Spieleabende, Sauna, Sonnenaufgänge, Sternschnuppen, Diskussionen…). Zwei Wochen, an die ich mich noch lange erinnern werde.
- Nach Schweden ging es mehr oder weniger direkt nach Rennes. Und hier bin ich nun. Der Anfang war etwas harzig - man wird doch immer wieder von Dingen überrascht und ich selbst brauche auch einfach immer ein paar Momente, um anzukommen. Ich darf ein kleines Studentenwohnheimszimmer mein Zuhause nennen. Ich habe ein eigenes Waschbecken und inzwischen auch Bettzeug (IKEA sei Dank). Mein Klopapier vergesse ich nur noch jedes fünfte Mal (das ist hier nämlich nicht "inbegriffen" bei den Toiletten - jeder hat sein eigenes und nimmt das dann immer mit…) und auch der Winter macht mir keine Angst mehr - nach dem ersten Panikanfall wegen fehlender Heizung wurde uns nämlich mitgeteilt, dass hier per Fussboden geheizt wird. Ich bin sehr gespannt und freue mich darauf - eine Fussbodenheizung wollte ich schon immer einmal haben…! An den Fenstern hängen Gardinen, auch erste Karten wurden aufgehängt, der Schrank ist eingeräumt und ich kenne einige Leute vom Gang (es gibt etwa 40 Zimmer - keine Ahnung, ob alle belegt sind), die alle sehr toll und international sind: Frankreich, Senegal, Marokko, Deutschland, Slovakei, Italien, Spanien… Leider gibt es weder Geschirr noch einen Ofen oder Tisch - die Küche besteht aus Kühlschränken, einer Mikrowelle, einem Waschbecken und vier Herdplatten. Aber wir teilen fleissig unsere Schwämme und Spülmittel und essen halt stehend in der Küche, um Gesellschaft zu haben. Vielleicht lässt sich irgendwie irgendwo ein Tisch organisieren, der sich irgendwo platzieren lässt - wer weiss, wir werden sehen. Die Stimmung ist jedenfalls gut, das Wasser in den Duschen meistens warm und wir hier alle ganz zufrieden.
- Die Uni ist am anderen Ende der Stadt auf einem riesigen Campus - eine sehr besondere Stimmung irgendwie, doch sehr anders als eine so zerissene Uni wie in Basel. Es braucht alles ein wenig Zeit, um organisiert zu werden, doch die Menschen geben sich alle grosse Mühe und so langsam aber sicher wird alles. Ich werde wohl einige Arabisch-Kurse haben, auf was ich mich sehr freue. Was das Semester sonst noch so bringen wird - man weiss es nicht. An Plänen, Träumen und Möglichkeiten mangelt es nicht.
- Ganz wichtig ist natürlich meine neue Adresse, die gerne bei mir erfragt werden darf - hier gibt's zwar keine Palmen, aber doch auch Wände, die sich über Dekoration freuen würden. Momentan bin ich ein bisschen im Verzug mit den Antwortbriefen, aber sie werden noch kommen, habt Geduld.
Ich freue mich wahnsinnig, nun wirklich ein Semester in diesem Land und insbesondere in dieser Stadt studieren zu dürfen. Die sechs Wochen Praktikum mit Migranten und Obdachlosen letzten Sommer sind noch immer sehr präsent und haben mich geprägt - ich bin gespannt, was ich diesmal hier lernen werde.
Das nächste Mal gibt's dann wieder mehr Alltagsgeschichten und Allgemeinbildung, für heute soll hier Schluss sein.
Bleibt behütet!
Bästa hälsningar.
P.S.: Random Fact: In Ruanda sind Plastiktüten schon seit 2008 verboten.
Das nächste Mal gibt's dann wieder mehr Alltagsgeschichten und Allgemeinbildung, für heute soll hier Schluss sein.
Bleibt behütet!
Bästa hälsningar.
P.S.: Random Fact: In Ruanda sind Plastiktüten schon seit 2008 verboten.



