Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur. ... Oscar Wilde



Dienstag, 26. März 2013

Am Waffeltag - Teil 12

Hej!

Eine vollgestopfte Woche, ich komme also gleich zur Sache:
  • Letzte Woche kündigte ich einen Orkan an. Es folgte keiner. Nur ein bisschen Rieselschnee. Es ist also wieder Winter, eisig und kalt. KALT. Ausser in meiner schönen kleinen Wohnung, juhu!
  • Seit knapp einer Woche bin ich stolze Mitgliedin eines Chores. Wir singen schwedische und andere Lieder und haben ein grosses Konzert am 21. April, auf das ich mich schon riesig freue.
  • Am Tag des Frühlingsanfanges kam der Blühende, oder auch der andere beste Besuch. Er schlug sich wacker durch Univeranstaltungen (mit angeregten Diskussionen zum Thema Entwicklung und Globalisierung), ein Seminar mit einem Dominikanischen Bruder aus Istanbul zum Thema Hospitality, einen Taizé-Gottesdienst, einen Brunch und Abendtrunk mit meinen Freunden und so weiter. Wacker!
  • Ausserdem besichtigten wir noch Helsingborg (schönes kleines Städtchen in der Nähe) und Linköping (zwischen hier und Stockholm, siebtgrösste Stadt Schwedens aber winzig, ganz nett). Leider vergassen wir in Linköping die sehr sehr sehr leckeren Crêpes zu bezahlen - unser schlechtes Gewissen wird uns bis in alle Ewigkeit verfolgen.
  • Der erste wirklich warme Ort (ausserhalb meines Appartments) in Lund wurde entdeckt! Es handelt sich dabei um das Gewächshaus des Botanischen Gartens. Sehr feucht, aber seeeeehr warm. Und man ist von schönen Pflanzen umgeben. Ich werde nicht zum letzten Mal da gewesen sein.
  • Auch Teil der Woche war eine Physiotherapie ganz auf Schwedisch. Zu meinem passiven Schwedisch-Wortschatz gehören jetzt also auch Wörter wie Kreuzband, Kniescheibe oder Oberschenkelmuskel. Namentlich heisst mein Leiden wohl "patellofemoral pain syndrome" - übersetzt böse böse Schmerzen hinter der Kniescheibe. Mehr Platz wird dem hier nicht eingeräumt, sie (die Schmerzen) könnten sich dadurch zu wichtig fühlen und noch mehr in den Vordergrund treten wollen - was vermieden werden soll.
  • Noch ein nicht erwähnenswertes Ereignis: die Schwedischprüfung. Nach zwei lustigen Lernabenden fühlte ich mich sehr begrenzt vorbereitet. Das Resultat wird sich erst noch weisen.
  • Ein Höhepunkt der Woche war der Sonntag. Nach Brunch und Kaffeehopping besuchten wir wie immer den internationalen Gottesdienst in der Domkirche. Diese Woche wurde Anna getauft. Sie darf von sich behaupten, den lustigsten Gottesdienst miterlebt zu haben, bei dem ich jemals anwesend war. Was genau so lustig war, lässt sich schwer beschreiben. Ein kleines Beispiel: Die Mutter verschwand kurz vor der Taufe und kehrte nicht zurück. Daraufhin versuchte der Pfarrer verzweifelt, den Ablauf irgendwie anzupassen und Zeit zu schinden. Währenddessen fing sein Mikrofon an zu knacksen, woraufhin der Techniker (während des Gebets!) am Käbelchen bei des Pfarrers Nackens herum werkelte. Dann verschwand auch die Tochter, der Pfarrer tauschte das Mikrofon aus, Tochter und Mutter machten sich auf den Rückweg (man hörte die Stöckelschritte durch die ganze Domkirche - eine grosse Kirche - ergo mit langem Weg - ergo mit ganz ganz vielen *klick klack klick klack klick klack klick klack* (noch viel mehr!!) und die dann noch im Akkord (Mutter UND Tochter). Stille im Gottesdienst. Immer noch *klick klack etc.*. Der Pfarrer fängt ein Gebet an: "We hear your footsteps…". Wieder einmal ist das Beschreiben schwierig. Es war Situationskomik vom Feinsten, lässt sich da nur sagen.
Zum Schluss: Heute (Montag, 25. März) war Waffeltag! Was das ist? Ein Tag, an dem man Waffeln zu essen hat. Mit Lingonsylt (Beerenmarmelade) und Grädde (Sahne). Mmmmmh...

Und ganz abschliessend, wie es langsam Tradition wird, ein Filmtipp: Schaut euch JA NICHT Harry Potter 1 an. Schon gar nicht auf Schwedisch. Lest das Buch. Lest alle Bücher. In welcher Sprache auch immer. Aber der erste Film ist eine einzige Katastrophe. Buch 2 ist in Bearbeitung, mal sehen, wie der zweite Film wird… (Ziel: Alle sieben Bücher auf Schwedisch lesen, dazwischen immer den dazugehörigen Film in schwedischer Sprache angucken. Was ich mir davon erhoffe: Bessere Schwedischkenntnisse, gute Unterhaltung und ein Vokabular rund um die Zaubererwelt.)

Ich wünsche euch eine wunderschöne Frühlingswoche, hier sollen es sogar etwa 3 Grad werden, 3 Grad PLUS!

Hälsningar.

Montag, 18. März 2013

Daheim - Teil 11

Hej

Letzte Woche war immer noch ruhig, jedenfalls was mein Leben anbelangt. Das Wetter macht diese Ruhe aber wieder wett - es stürmt draussen, die Bäume biegen sich und morgen soll sogar ein Schneesturm mit bis zu 80 km / h folgen über das Land fegen. Aber zurück zur letzten Woche.

In diesem Mail gibt es keine Stichworte, sondern nur die Beschreibung eines einzigen Tages. Exklusive einer Wertung - ich bin mir immer noch nicht sicher, was ich von diesem Tag halten soll. Es handelt sich um Mittwoch.

Am Mittwoch hätte ich von 10 bis 12 Uhr eine Vorlesung gehabt. Wegen heftiger Knieschmerzen wollte ich einen Arzttermin vereinbaren. Eigentlich muss man da bei einer Stelle anrufen, aber aufgrund meines begrenzten Schwedisch und Handyguthabens wollte ich persönlich vorbei gehen. Kurz vor 9 stand ich also in der Vårdcentral (medizinisches Zentrum). Eine Stunde sollte wohl reichen, um einen Arzttermin zu bekommen. Nicht in Schweden. Nummer ziehen, warten, fragen, andere Nummer ziehen, warten, warten, warten, einer Studentin das Problem schildern, einer Krankenschwester das Problem schildern, ihre Diagnose: Du brauchst einen Arzttermin. In Schweden braucht man für alles (ALLES) seine Swedish Personal Number. Leider war die Personal Number, die mir die Universität gegeben hatte, nicht mit der Vårdcentral kompatibel. Die neue Nummer konnte nicht gespeichert werden - das System hatte Probleme damit, dass ich Deutscher Nationalität bin und in der Schweiz lebe. Wie auch immer, um 11.10 Uhr hatte ich endlich meinen Termin. Keine Vorlesung also für mich.
Zurück zu Hause kochte ich mir ein leckeres Mittagessen und machte mich wieder auf den Weg zur Uni, wo ich von 13 bis 15 Uhr ein Seminar mit Referat hätte haben sollen. Ich war da, meine ganze Klasse war da - der Dozent war nicht da. Er war bei seiner kranken Tochter. Kein Seminar, kein Referat, also wieder nach Hause.
Dritte Univeranstaltung an diesem Tag (wohlgemerkt, ich hatte die gesamte restliche Woche frei. Keine Uni. Keine einzige Veranstaltung. NUR AM MITTWOCH): Schwedischkurs. Beginn: 17.15 Uhr. Wann war doch der Arzttermin? Genau, 17.15 Uhr. Naiverweise dachte ich, nach dem Arzt noch in den Kurs gehen zu können. Leider hatte der Arzt erst 18 Uhr Zeit für mich, leider stellte er Wasser in meinem Knie fest, leider musste ich deshalb Medikamente in der Apotheke kaufen gehen, leider steht wieder einmal Physiotherapie an, leider habe ich so meine letzte Schwedischstunde verpasst und leider war der Arzt nicht fähig, mir eine anständige Quittung auszustellen. Die Frustration war also… naja.
Ein weiteres Desaster an besagtem Mittwoch war der Brief mit den Schlüsseln. Dazu sei hier nur soviel gesagt: Schickt niemals einen wichtigen Brief ab, ohne einen richtigen Absender darauf zu hinterlassen. Schon gar nicht in Schweden. Niemals. Alle weiteren Beschreibungen würden hier zu unendlichen Ausuferungen führen, tut mir leid.
Wieder zu Hause bestaunte ich den neuen Papst. Dann las ich in einer Mail (der, die oder das Mail?), dass ich seit dem Cheese Doodle Day offiziell Bürgerin des kleinen Käse-Schokoladen-Uhren-Geld-Landes bin. Im selben Moment klingelte es an meiner Tür - die Zeugen Jehovas wollten mit mir darüber reden, welche Vorteile der Tod Jesu für mich hätte.

Vielleicht ist es unverständlich, wenn man das alles nur so liest, aber ich kam mir vor wie - wie - wie - keine Ahnung. Es war einfach alles sehr abstrus und merkwürdig. Konstigt, wie man es in der schwedischen Sprache nennen würde. Jedenfalls hat mich dieser Mittwoch so sehr mitgenommen, dass ich für den Rest der Woche nur noch stricken, Tee trinken und Harry Potter auf Schwedisch (jaa! Wirklich!! Und es ist toll!) lesen konnte. Nichts Erzählenswertes also. Ich geniesse es in vollen Zügen, in meinem warmen Zuhause zu sitzen und einfach zu sein. Herrlich!

Oh nein, noch ein zweiter Tag ist erwähnenswert: Am Samstag durften wir in der Domkirche einen Taizé-Tag feiern. Angefangen mit einem Gebet ging es weiter mit Diskussionsgruppen, einem Potluck-Dinner (jeder bringt was mit) und abends wurde dann noch einmal in der Domkirche gebetet, mit vielen Kerzen und Liedern und tollen Menschen. Ein Foto ist unten - ich habe mir nämlich als Geschenk an mich selber eine Kamera gekauft, sehr pünktlich, denn zwei Tage später fiel mir mein schöner alter manueller Fotoapparat auf den Boden...



Zum Abschluss gibts noch einen Filmtipp: "The Village at the End of the World". Das ist ein Dokumentarfilm über ein Dorf in Grönland, das 59 Einwohner zählt. Die Kamera begleitet einen Teenager und andere Menschen aus dem Dorf ein Jahr lang und berichtet in einer eindrucksvollen Weise von einem Leben, das so ganz anders als das meine ist. Sehr sehenswert!

In diesem Sinne - bästa hälsningar!

P.S.: Dieser Eintrag ist das beste Beispiel, dass man Unwichtiges bis zum Gehtnichtmehr aufblasen kann. Ich verspreche, dass ich versuchen werde, mich nicht mehr mit dermassen sinnfreiem Gebrabbel zu melden. Nächsten Sonntag ist Waffeltag, darüber gibt es bestimmt wieder etwas Interessanteres zu berichten.

Dienstag, 12. März 2013

Wieder Winter - Teil 10

Hej!

Nun bin ich also schon zwei Monate hier - oder auch erst. So viel ist passiert… Die letzte Woche zählt zu den vergleichsweise ruhigen, aber ich will trotzdem nicht mit der Tradition brechen und melde mich deshalb mehr oder weniger pünktlich mit mehr oder weniger spannenden Begebenheiten.
  • Ganz zuerst sollte das Mysterium des Cheese Doodle Days aufgeklärt werden. Laut des tollen Newsletters des International Desks (die sind für die International Students zuständig. Leider sind sie zu beschäftigt, wichtige Feiertage aufzulisten, und können deshalb keine Erste (oder Zweite) Hilfe leisten, wenn Studentinnen von ihren Landlords auf die Strasse gesetzt werden.) - ja, laut diesen Newsletters war eben am 5. März der Cheese Doodle Day. (Nächster wichtiger Tag: 25. März, Våffeldagen, Swedish Waffle Day.) An diesem Tag fröhnt man den - genau, Cheese Doodles. Hier ein Zitat, gefunden im weltweiten Web: "Cheese doodles are a snach food made with cornmeal that has been puffed, baked, and coated with cheddar cheese. Morrie Yohai invented the cheese doodle in the 1940s. After serving as a Marine in World War II, he returned to his home in the Bronx and took over the family business - a snach food company called Old London Foods. During the 1960s, Wise Foods, Inc. acquired the company and cheese doodles became part of the potato chip division. Today, cheese doodles are one of Wise's strongest brands. The company produces over 15 million pounds of cheese doodles each year. That's enough to fill 36 Olympic-sized swimming pools! To celebrate National Cheese Doodle Day, pick up a bag of cheese doodles to share with friends!" Für alle nicht englischsprachigen unter euch eine kurze Zusammenfassung: Cheese Doodles sind auch bekannt unter dem Namen "Flips". Sie kommen aus Amerika, man kann sie gut teilen und sie können 36 Olympia-Swimming-Pools pro Jahr füllen - fragt mich aber nicht, wie gross ein Olympia-Swimming-Pool ist oder wie gross 36 davon sind oder wie viele Flips dann da genau reinpassen. Ja, soviel zu den Cheese Doodles. Sie scheinen viele von euch beschäftigt zu haben, deshalb wollte ich näher darauf eingehen. Weitere Infos folgen natürlich jederzeit auf Anfrage. Ich persönlich hatte übrigens einen wunderbaren Cheese Doodle Day mit Schokoladenkuchen und allem Drum und Dran.
  • Der erste und beste Besuch ist nun wieder abgereist und ich geniesse die Einsamkeit meines Zimmers. Meines WARMEN Zimmers. Herrlich! Draussen ist nämlich wieder Winter, nach einer herrlich frühlingshaften Woche (die Menschen kamen aus den Häusern wie… wie sonnendurstige Lebewesen nach einem langen Winter. Wo die überall waren in den letzten Wochen - keine Ahnung. Und jetzt sind sie plötzlich wieder verschwunden…). Winter in Schweden heisst Schnee, Wind, Stürme, Orkane (JA!!), Kälte (oh ja!) und und und. Winter halt.
  • Der Winter kann mir aber nichts anhaben, denn es erreichte mich ein Päckchen: eine Schreibmaschine!! Sie wurde schon fleissig getestet und wurde als äusserst tauglich befunden. Der Briefemarathon kann also beginnen - der Stapel auf meinem Schreibtisch ist (noch) gross, doch sinkt von Tag zu Tag. Tausend Dank noch einmal an den grosszügigen Spender! Und auch an alle anderen Anbieter - behaltet eure guten Stücke, vielleicht geht meine irgendwann kaputt, dann besteht wieder Bedarf.
  • Apropos Päckchen: Die neue Abholstelle ist ganze zwei Minuten von meiner Haustür entfernt. Nichts also mit hinjoggen. Damit ich trotzdem fit bleibe, könntet ihr mir einfach zehnmal so viele Päckchen schicken. Das wäre aber teuer für euch, also haben wir eine Nachbarschaftsjogginggruppe gegründet, die mehr oder weniger konsequent alle zwei Tage joggen geht. Jaa, wirklich!
  • Ein weiterer Vorteil meiner jetzigen Wohnsituation: Ich kann in die Stadt LAUFEN! Je nach Ziel und Tempo dauert es 15-30 Minuten, und ich geniesse diese Freiheit sehr. Wie auch die Freiheit, dreckiges Geschirr einfach eine Nacht lang stehen zu lassen.
  • Noch ein Vorteil bei dieser… naja, bei diesem unerwünschten Abenteuer: Die Polizei schickt mir ständig schwedische Briefe. So habe ich die Möglichkeit, meine Sprachkenntnisse wirklich zu verbessern und gleich im echten Leben anzuwenden. Und dabei lerne ich nicht die doofen Vokabeln, die man sonst immer in den Sprachkursen lernt (diese unnützen Wörter, nach Themen geordnet, z.B. alle Lebensmittel oder alle Körperteile oder…), nein, ich lerne wichtige Wörter wie "Eigentumsrecht" oder "Anhörung" oder "Antragsteller".
  • Und noch etwas Tolles: Von meinem Schreibtisch aus sehe ich jeden Abend einen wunderschön kitschigen Sonnenuntergang. Besser als jeder Rosamunde Pilcher - oder Inga Lindström - Film.
Ja, mehr war eigentlich nicht los. Der Landlord hält mich auf Trab, momentan mit Geldforderungen. Es ist fast schon bewundernswert: Immer wenn ich denke, dass nichts schockierenderes mehr kommen kann, holt er eine neue Überraschung aus dem grossen Überraschungskorb. Ich hoffe jedoch stark (bitte hofft mit mir!!), dass dieser Korb jetzt langsam (oder besser schnell) leer ist. Bis aufs letzte Stäubchen. Ansonsten hacke ich fröhlich auf meiner Schreibmaschine (sie heisst Cella - vielleicht wird sie noch umgetauft) herum, übe Taizé-Lieder für den grossen Taizé-Tag nächste Woche (ich muss die deutschen Lieder anstimmen… *zitter*!!) und rede mich durch Schwedischprüfungen. Ja, heute war das "muntlig tentam" von meinem Schwedischkurs, in eineinhalb Wochen folgt dann der schriftliche Teil. Abgesehen davon, dass wir über eine blutrünstige Novelle von gewalttätigen Teenagern sprechen mussten und einer meiner Gesprächsparter die Geschichte sehr unterhaltsam fand ("it makes me feel good"), womit ich mich gar nicht anfreunden konnte - ja, abgesehen davon lief es gar nicht so schlecht. Aber wir werden sehen.

Lasst es euch gut gehen!
Hälsningar.

Montag, 4. März 2013

Im Frühling - Teil 9

Hej!

Schon ist März und mit dem neuen Monat kam auch der Frühling, zumindest hier in Lund. Im Gegensatz zu vorher sind die Strassen voll gestopft mit Menschen, auf den Bänken und in den Parks geniessen alle die ersten warmen Sonnenstrahlen. Auch ich war viel ausser Haus…

  • Auch ich besitze nun ein Fahrrad! Es ist grün, hat gelbe Punkte und ein Körbchen sowie keine Gänge und Rücktritt. Die Klingel und Vorderbremse funktionieren nicht wirklich, aber das Rad dreht sich und ich gehöre damit nun zu den richtigen Lundern. Ein wunderbares Gefühl, sich vom Kopfsteinpflaster und den Schlaglöchern durchschütteln zu lassen.
  • "Hannah Arendt" läuft im Kino - sehr empfehlenswert!
  • Nachdem ich am 25. Februar den "Day of the Grapefruit" verpasst hatte, nahm ich mir fest vor, gleiches keinesfalls mit dem nächsten besonderen Tag geschehen zu lassen. Das ist - ja, wirklich! - der "Cheese Doodle Day" am 5. März, also morgen. Was genau das Besondere am Cheese Doodle Day ist - keine Ahnung. Ist ja auch nicht wichtig, oder?
  • Mein Appartment wurde nun auch mit einem richtigen Kochabend eingeweiht (Spaghetti und Tomatensauce, mmh!), es konnten sogar genügend Sitzgelegenheiten für alle Gäste (4) aufgetrieben werden.
  • Da noch einige Post auf dem Weg zu meiner früheren Wohnstätte war, ich sie aber niemals bekommen hätte, wenn sie einmal dort angekommen wäre, haben sich die Post und ich darauf geeinigt, dass sie meine Briefe bis Ende Monat (also Februar) zurück halten. Das Postbüro von Södra Sandby liegt in Dalby, also machte ich einen Ausflug dorthin. Dass dieses "Büro" nur ein Verteilcenter ist, im abgelegensten Industriegebiet überhaupt liegt und keinen öffentlichen Schalter hat, sagten mir weder Google Maps noch der Postmann in Lund. Ist ja auch nicht schlimm, ich durfte es selbst herausfinden. Und die Briefe waren da und haben brav auf mich gewartet, also ist alles gut.
  • Am Freitag kam dann der erste und beste Besuch. Das schöne Wetter wurde für Ausflüge nach Landskrona (kalt, windig, schönes Meer, schöne Häuser, gemütliche Stadt, leckere Kanelbulle), Ystad (kalt, sehr windig, schönes Meer, sehr schöne Häuser, sehr gemütliches Städtchen, leckere Semla), Malmö (sehr kalt, sehr windig, schöner Stadtpark, viele Enten, leckeres Eis (schliesslich ist jetzt ja März ergo Frühling ergo Beginn der Eiszeit) und durch Lund (die schönste Stadt überhaupt) genutzt. Alles in allem sehr schöne Tage mit viel Sonnenschein und gutem Essen. Meine Wohnung ist übrigens auch bestens geeignet für zwei, die Küche kann zwar etwas eng sein, aber ein bisschen Nähe hat ja noch niemandem geschadet. Trotzdem werde ich sicherlich auch meine "Alleinsamkeit" wieder geniessen.
  • Oh, noch eine wichtige Mitteilung: Ich besitze nun eine Cakeform UND einen Besen! Ja, keinen Handfeger oder so, einen richtigen Indoor-Besen, so einen fast ganz normalen. Ich war in gefühlten 1000 verschiedenen Läden, um so einen Besen und eine Cakeform (KEINE Gugelhopfform!) zu finden…

Das war die erste mehr oder weniger normale Woche, nun werde ich mich noch auf den Cheese Doodle Day vorbereiten und verbleibe deshalb einmal mehr mit

Bästa hälsningar.