Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur. ... Oscar Wilde



Freitag, 8. Juni 2012

Plitsch platsch oder Alles Gute kommt von oben

Meine Vermutung ist ja, dass der liebe Gott den Regen erfunden hat, um uns an die Sintflut zu erinnern. Er will damit sagen: "He Leute, euer Lebensstil passt mir mal wieder so gar nicht, vielleicht solltet ihr was ändern." Damit spielt er zum Beispiel auf Menschen an, die Werbungen wie diese hier kreieren: "Deine Wunschfigur mit schriftlicher Abnehm-Urkunde." Und noch auf viele andere. Jedenfalls schickt er den Regen, das stelle ich mir jedenfalls so vor, um uns rein zu waschen. Um uns zu sagen: "Ok, du hast wieder ganz schön viel Mist angesammelt, du kriegst jetzt, hier, heute noch eine Chance. Du kannst noch mal anfangen, du bist jetzt sauber und fit für einen neuen Alltag."
Aber wir Menschen wollen das irgendwie nicht so recht hören. Deshalb kam (vermutlich) im Jahr 802 der Abt Alcuin von Tours auf die grandiose Idee, einem Bischof ein "Schutzdach" zu schicken. Seitdem verstehen es die Menschen konsequent, den Regen aus ihrem Leben auszublenden. Sie ziehen Capes an, spannen Schirme auf, gehen nicht mehr aus dem Haus. Denn sobald sie nur schon einen einzelnen Tropfen auf ihrer Haut spüren würden, könnten sie ja eventuell zur Einsicht gelangen. Wie tragisch das doch wäre. Also piksen wir uns lieber gegenseitig mit den tollen Schirmen und schauen zu, wie die Tropfen der Erkenntnis in den Tramschienen verkommen und in den Gulli fliessen.

Wenn es jetzt aber in die Küche regnet - dann, so denke ich, ist das ein eindeutiges Zeichen, dass wirklich etwas geändert werden sollte. So aufdringlich ist Gott nur selten, und das zu ignorieren könnte nicht absehbare, unerwünschte Folgen haben.

3 Kommentare:

  1. grandiose auslegung!

    AntwortenLöschen
  2. es muss "waschen" heissen - bitte noch ein "s" einfügen

    AntwortenLöschen
  3. Tschuldigung, aber müssen tut hier gar nichts heissen.

    AntwortenLöschen