Hallo ihr Lieben
Da bin ich wieder und melde mich aus München. Viel ist passiert seit dem letzten Mail vor zwei Monaten und da dachte ich, es wäre Zeit für ein kleines Update. Zumal das "letzte Mail" der Rundmails nie das wirklich letzte bleibt. Hier ist es also, das Update. Chronologisch.
Da bin ich wieder und melde mich aus München. Viel ist passiert seit dem letzten Mail vor zwei Monaten und da dachte ich, es wäre Zeit für ein kleines Update. Zumal das "letzte Mail" der Rundmails nie das wirklich letzte bleibt. Hier ist es also, das Update. Chronologisch.
- Die grosse Bitte, die ich im letzten Mail äusserte - ein Computer für Gérard - hat sich erfüllt. DANKE hier noch einmal an den grosszügigen Spender. Ich bin absolut beeindruckt und die Freudensprünge, die ich noch immer mache, wenn ich daran denke, gehen immer noch in gefährlich hohe Höhen (Sauerstoff ist knapp da oben…). Danke. Gérard ist überglücklich mit dem Computer, er konnte sich nach einigen Schwierigkeiten (ich will wirklich nicht mit ihm tauschen) auch definitiv in der Uni einschreiben und sein Studium beginnen. Zudem lernte er durch die Computersache meinen Gastvater in Rennes kennen - die beiden verstehen sich super, treffen sich regelmässig und organisieren Projekte zusammen. Dann schreiben sie mir beide unabhängig, wie toll der andere doch ist und was sie so alles erlebt haben. Eine wahre Erfolgsgeschichte also, die mein Herz erwärmt, durch und durch.
- Auch sonst hat mich Frankreich nachhaltig geprägt und ich denke täglich an die Menschen dort. Wer also einmal die Chance hat, in so einer Organisation zu arbeiten - tut es.
- Die Reise nach Brüssel war ebenfalls ein Erlebnis. Wieder durfte ich tolle neue Menschen treffen, Dinge über die EU lernen, leckeres Bier trinken - einfach eine wundervolle Woche erleben. Mit zuwenig Schlaf, aber vielen guten Momenten.
- Auch meine zweite Bitte aus dem letzten Mail wurde erhört. So fand sich denn eine ganze Truppe hilfsbereiter Super-Menschen, die mir bei der Verschiebung meines ganzen Krempels in den Freistaat Bayern halfen. Hier noch einmal DANKE für die sichere Fahrt, die lustigen Stunden, die Geduld mit meinem genervten und müden Ich, die Kreativität bei der Wandbemalung (siehe Bild…) und und und. Die Wohnung ist mehr oder weniger fertig eingerichtet (jetzt sogar mit Esstischplatte, direkt importiert aus Salzburg (schöne Stadt!)), ich fühle mich wohl und geniesse es, mein ganz eigenes Reich zu haben. Ausser beim Putzen. Da wäre ich nicht traurig, Unterstützung zu haben. Aber naja.
- Was noch fehlt in der Wohnung: Viiiele schwarz-weiss-Karten. Denn gegenüber der bemalten Wand befindet sich eine beklebte Wand - beklebt mit einer riesigen Palmen-Fototapete. Diese Palmen sind ja schön und nett - bzw. nein, das sind sie eben nicht. Deshalb soll ihr hässliches blau-grün von einer schwarz-weiss-Welle verschlungen werden. Meine Adresse gibt's auf Nachfrage, ich freue mich und antworte auch - manchmal zeitnah, manchmal erst ein bisschen später.
- Dann war ja noch das Jahreskonzert mit dem Orchester. Es hat riesig Spass gemacht, viele Leute waren da (hat mich gefreut!!) und einen schöneren Abschluss für dieses tolle Jahr kann ich mir kaum vorstellen.
- Nach dem Orchester kam der Halbmarathon - 21 Kilometer quer durch Basel, quasi ein Abschiedslauf. Auch der war spassiger als gedacht. Natürlich gab es den ein oder anderen Kilometer, an den ich mich lieber nicht erinnere. Aber ich bin ins Ziel gekommen, und das ist doch ganz schön. Es wird nicht mein letzter Halbmarathon gewesen sein.
Jetzt bin ich also in München, die Uni hat auch hier begonnen und ich wage es, ein erstes Fazit zu ziehen:
- Die Stadt ist wundervoll und es gibt viiiiel zu entdecken.
- Meine Arbeit (vegane Sachen auf dem Viktualienmarkt verkaufen) macht richtig Spass. Sie fordert - neue Produkte, anderes Kassensystem, vielfältige Kundschaft mit unterschiedlichen Ansprüchen, ein neues Team… - aber ich freue mich immer darauf und sie bietet eine gute Abwechslung zum sitzenden Uni-Dasein.
- Ich habe einen Hauskreis gefunden, mit sehr lieben Leuten. (Hauskreis: Wir treffen uns regelmässig, essen zusammen Abendbrot, singen Taizé-Lieder, lesen einen (Bibel-)Text und reden darüber - und über sonstige Dinge im Zusammenhang mit unserem Glauben und Gott und dem Leben.)
- Die Uni macht ebenfalls Spass (jaja, mein Leben ist ganz spassig im Moment!). Das liegt vor allem an den Dozenten, die sehr motiviert sind (sehr ungewohnt, irgendwie…). Und an den Fächern, in denen wir spannende Sachen lernen. Und an den netten MitstudentInnen aus aller Welt: Russland, Ukraine, Indonesien, Österreich, Deutschland natürlich, Italien, China… Aber die Uni fordert auch, was gut ist, aber zeitraubend. Der Studiengang heisst Interkulturelle Kommunikation und Moderation, wir lernen Sachen im Bereich Sprachen, Unternehmenskommunikation, Marketing, Wirtschaft allgemein, Kommunikationstechniken und so weiter.
- Daneben beschäftige ich mich momentan vor allem mit der Bachelor-Prüfungsvorbereitung für Dezember (BALD!!), was mich mit ein wenig Sorge erfüllt.
- Es ist merkwürdig, wieder in Deutschland zu sein. Einerseits ein Land, dass ich gut kenne - immerhin habe ich einen Teil meines Lebens hier verbracht. Aber doch sind mir viele Dinge fremd und ich entdecke, dass ich doch sehr schweizerisch bin. Natürlich lassen sich Ostdeutschland und München - Freistaat Bayern - nicht vergleichen. Ich bin also gewissermassen wieder im Ausland - weder in der ersten, noch in der zweiten Heimat. Vielleicht wird das hier ja die dritte bzw. vierte (Schweden…) Heimat…?
So, genug von mir. Zum Schluss möchte ich mich von ganzem Herzen bedanken. Dieser Sommer war wieder sehr bewegt und voll und abwechslungsreich. Vieles wäre nicht möglich gewesen ohne euch. Deshalb: Danke für die Gastfreundschaft - in Edinburgh, in Rennes, in Basel (!!), im Toggenburg, überall, wo ich sein durfte. Danke für die Geduld, für die Grosszügig- und Freigiebigkeit bei sämtlichen Dingen (Farbe, Velos, und und und), für die Spontaneität, Verlässlichkeit, danke für Verständnis, aufbauende Worte und feste Umarmungen, fürs Kisten tragen und Pinsel schwingen, für noch so viel Sachen mehr. Danke!
Und der obligate random fact: In zahlreichen Ländern ist Englisch eine offizielle Amtssprache. Die Vereinigten Staaten von Amerika gehören nicht dazu.
Lasst es euch gut gehen und ich freue mich, von euch zu hören und euch zu sehen! In diesem Sinne - Servus aus München!
Und der obligate random fact: In zahlreichen Ländern ist Englisch eine offizielle Amtssprache. Die Vereinigten Staaten von Amerika gehören nicht dazu.
Lasst es euch gut gehen und ich freue mich, von euch zu hören und euch zu sehen! In diesem Sinne - Servus aus München!


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