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Hej! - ! سلام
Drei Monate sind seit dem letzten Mail vergangen, es kommt mir wie ein ganzes Jahr vor. Mittlerweile habe ich wieder genug erlebt, um euch ein kurzes Update zu schicken. Aber das Wichtigste: Ich habe wieder einen festen Wohnsitz und damit auch eine Adresse, die sich über Post und Besuche freut - einfach nachfragen!
Aber nun ein kurzer Überblick der letzten Monate:
Aber nun ein kurzer Überblick der letzten Monate:
- Nach Israel ging es für zwei Wochen in die Schweiz – zum Wandern, Haus hüten, Freunde besuchen, Musik geniessen (am Openair St. Gallen, wie jedes Jahr). Dieses kleine Fleckchen Erde hat schon was und es gibt noch vieles zu entdecken.
- Direkt vom Openair ging es nach Wien, wo ich einen Monat im 18. Bezirk wohnen durfte. Nach einer intensiven Woche Summer School an der Uni mit Menschen aus aller Welt genoss ich drei Wochen „sein“ in dieser tollen Stadt. Zwischen endlosen Stadterkundungstouren mit den vielen Besuchern wurde an der Masterarbeit gefeilt (mehr oder weniger erfolgreich und motiviert), ausserdem war es wieder an der Zeit, das angebotene kulturelle Programm voll auszukosten. Auch Teil dieses traumhaften Monats war das wöchentliche Taizé-Gebet in der ältesten Kirche Wiens – der Ruprechtskirche, ein liebliches Kirchlein, wie es auch direkt in Taizé stehen könnte. Die Menschen nahmen mich herzlich auf und wenn ich ehrlich bin, wäre ich am liebsten noch eine ziemlich lange Weile länger in Wien geblieben. Vielleicht ja mal in naher oder ferner Zukunft...
- Von Wien aus ging es dann per Fahrrad mit Zelt und Gaskocher über Bratislava und Györ an den Plattensee, von dort aus nach Kroatien bis nach Zagreb. Die Dörfer in den verschiedenen Ländern waren sehr eindrücklich, die endlosen Maisfelder dazwischen vermittelten Beständigkeit (Naja. Irgendwann hat man’s auch gesehen, ganz ehrlich.). Dank unserer kräftigen Waden erreichten wir Zagreb schon einen Tag früher als geplant – ein gemütliches Städtchen.
- Schlag auf Schlag ging es weiter: Die christliche Jugendfreizeit stand an, dieses Jahr waren Norwegen (eine Woche rumtouren mit Kleinbussen und Zelten) und Schweden (eine Woche Hüttenleben im Wald am See) an der Reihe. Die Hochebenen in Norwegen waren beeindruckend, ebenso die engen Strassen und die frei weidenden Schafe. Überall gab es Seen und Wasserfälle, nach jeder Kurve tat sich eine noch faszinierendere Landschaft auf. Es wurde viel gebadet (Zwar waren keine Eisschollen sichtbar, aber doch gefühlt da...) und gesungen und gelacht. In der Hauswoche wurde die Sauna ausgereizt, die Kanus fleissig über den See geschoben und Blaubeeren direkt ab Strauch stibitzt. Natürlich kamen auch die Diskussionen über Gott, die Welt und alles andere nicht zu kurz. Zwei intensive Wochen mit jungen Erwachsenen, die alle liebenswert sind und auf ihre Weise zur Gruppe und dem Gelingen der Freizeit beigetragen haben.
- Damit ging der Sommer für mich auch zu Ende – nach der Freizeit folgte der Umzug nach Leipzig. Hier lebe ich mich nun langsam in meiner wunderbaren 3er-WG ein, erkunde das „Küchenholz“ (ein riesiger Park direkt vor der Haustür) und das Stadtleben und bin gespannt, was hier noch so alles auf mich wartet. Zu den Bürozeiten werde ich wohl an meiner Masterarbeit wirken, die bis Ende November druckreif sein sollte. Und um ehrlich zu sein – so toll das Vagabundenleben auch ist – nach einem Monat fast täglichem Isomatten-Aufblasen und Schlafplatz-Wechseln ist es nun doch schön, wieder in einem Bett zu schlafen – und zwar jede Nacht im gleichen. Die nächste Reisezeit kommt bestimmt, aber nun komme ich erst einmal hier an.
- Apropos ankommen: Wer schon einmal hier war und gute Sachen kennt – Orte, Läden, Strassen, Menschen, Vereine... – her damit! Oder kommt einfach vorbei und zeigt / entdeckt mit mir.
Random Fact: Ein Mensch kann sich seine / ihre Haare aus freiem Willen heraus abrasieren, auch ohne Krankheit oder Lebenskrise. Vielleicht findet man es schöner, praktischer, angemessener oder was auch immer. Vor allem aber ist es eine individuelle und persönliche Entscheidung, bei der die Meinung aller anderen – entschuldigt – schnurzpiepegal ist. Und ja, ich fühle mich sehr wohl damit. Und keine Ahnung, ob ich sie wieder wachsen lasse. Es sind Haare. Es sind nur Haare. Soviel dazu :-)
Seid von Herzen gegrüsst und bleibt behütet.
Bästa hälsningar - سلام
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Hej! - !سلام
It’s been three months since I send you the last email – it seems to me like a whole year has passed. Meanwhile, I experienced enough to send you a short update. But the most important thing: I’m living in an actual flat again, with a fixed address! And I’m looking forward to receive mail and visitors - just ask for the address!
But now a short overview of the last months:
But now a short overview of the last months:
- After Israel I went to Switzerland for two weeks – to hike, take care of a house, visit friends, enjoy music (at the Openair St. Gallen, as every year). This piece of our planet is somehow very fascinating and there are still many things left to be discovered.
- After the openair I went straight to Vienna, where I spend one month in the 18th district. After a very intense week Summer School at the university with people from all over the world I enjoyed three weeks of pure “being” in this amazing city. Between the endless city-discover-tours with my numerous visitors I worked on my master thesis (more or less successful and motivated), and in addition to that it was time again to benefit from the offered cultural program. Also part of this wonderful month was the weekly Taizé-prayer in Viennas oldest church, the Ruprechtskirche, a lovely church that I can imagine very well in the middle of Taizé itself. The people welcomed me heartily and to be honest, I would have loved to stay in Vienna for a little (or big…) while longer. Maybe in the future…
- From Vienna my dear bicycle companion and me went with bikes, tent and camping stove via Bratislava and Györ to the Lake Balaton, from there we went on to Croatia until we arrived in Zagreb. The villages in the different countries were impressive and the endless cornfields in between were our consistent companions. Thanks to our strong calves we arrived one day early in Zagreb – a cosy city.
- From one adventure straight to the next: It was time for the Christian youth camp again, this year we went to Norway (one week road trip with small busses and tents) and Sweden (one week in a cabin at a lake in a forest). The plateau in Norway was impressive, also the narrow streets and the free grazing sheep. There were lakes and waterfalls everywhere and after every corner a more stunning landscape was opening up. We went swimming a lot (You couldn’t see ice floes, but they were there, at least we felt them…) and we sang and laughed. In the week at the cabin we enjoyed the sauna to the fullest, moved the canoes through the lake and ate blueberries directly from the plant. Of course the discussions about god, the world and everything else were a main part of the journey again. Two intense weeks with young adults, every single one of them was likeable and contributed in their own way to the success of the trip.
- With the trip also my summer ended and I moved my things to Leipzig. Here I’m getting to know my two flatmates, I’m discovering the “Küchenholz” (a huge park directly in front of my house) and the “big city life”. I’m wondering what will be waiting for me here. Until the end of November I’ll be working on my master thesis, at least during office hours. And to be honest – as much as I love the life of a vagabond – after inflating my camping mat almost daily during one month and changing sleeping places at least that often, it is quite nice to sleep in a real bed again – in fact in the same bed every night. The next trip will come for sure, but now it’s time to arrive here, first.
- Apropos arrival: Whoever has been here and knows good stuff – places, shops, streets, people, organizations… – keep it coming! Or just stop by and show / discover it with me.
Random Fact: A human being can shave his / her hair by choice, also without being sick or in a crisis. Maybe this person thinks it’s more beautiful, practical, appropriate or whatever. Above all it’s an individual and personal decision where somebody else’s opinion is completely irrelevant. And yes, I feel very comfortable with it. And I have no idea, whether I’ll grow it back again. It’s hair. It’s just hair. So much for that :-)
All the best and be safe.
Bästa hälsningar – سلام
Bästa hälsningar – سلام
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