Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur. ... Oscar Wilde



Donnerstag, 19. Juli 2012

Der Plan

Ich möchte Liebe machen mit dir. Ich möchte alle Räume füllen, bis in die Ecken und unter die Decken. Ich möchte Liebe machen mit dir, überall und immerzu, ich möchte die ganze Welt in einen dicken Mantel aus lauter Liebe stecken. Wir werden umhüllt sein von einer Schicht der puren Liebe. Ich möchte Liebe machen mit dir, weil ich denke, dass wir das gut können. Wenn du da bist, fällt es mir nicht schwer, Liebe zu machen. Ich möchte Liebe machen mit dir, Tag und Nacht, jede Minute und Sekunde des Daseins, auch an den Schalttagen und während der Schaltsekunden. Ich möchte Liebe machen mit dir, ganz viel, und sie mit allen Menschen und Tieren und anderen Lebenwesen und Nicht-Lebewesen des Universums teilen. Ich möchte Liebe machen mit dir und die anderen damit anstecken, damit sie auch Liebe machen. Und wenn die ganze Welt Liebe macht, werden wir uns im Kreis drehen und glücklich sein. (Vorher auch schon.)


Montag, 9. Juli 2012

Kleintiere

Heute hat mir ein Junge erklärt, wie ich Milben erkenne. Ich teile dieses Geheimnis nun mit euch.
Man muss ganz leicht auf das schnell kriechende, orange Tierchen drauf drücken (pf) und den Finger langsam verschieben. War es eine Milbe, entsteht eine rote Spur auf der Unterlage. Unser Demonstrationsobjekt war keine Milbe. Zwar auch klein und orange hatte es einen Panzer. In solchen Fällen muss man fester drauf drücken (pffftsch).
Sagte der Junge.
Ja, so ist das.

Samstag, 7. Juli 2012

Strassenszene

Gestern ist mir ein Bild begegnet, das mich tief berührt hat.
Ein Tandem fuhr an mir vorbei. Darauf sassen ein alter Mann (vorne) und eine alte Frau (hinten). Sie strampelten sehr langsam und im absoluten Gleichschlag (oder -tritt). Beide waren leicht vorn über gebeugt. Der Mann lenkte, die Frau streckte schon Kilometer vor der Kreuzung ihren linken Arm auf die Seite, das Blinklicht sozusagen. Ein perfektes Team. Wie lang sie wohl dafür geübt haben?

Freitag, 6. Juli 2012

Und noch einmal

Wie viele zweite Chancen gibt es?

Freitag, 22. Juni 2012

Der Wirtschaftsstudent II - Oder Der Ökonom

Der Beweis, dass Wirtschaft nicht gleich Dummheit bedeutet.

Fragen an dich

Denkst du wirklich, du kannst mich halten?
Ich meine - bist du überhaupt stark genug? Du kannst Bäume ausreissen und Pferde stehlen, Gewichte stemmen und Berge versetzen. Aber bist du auch stark genug, um mich zu halten?
Und bist du überhaupt gross genug, um mich zu halten? Du bist ein Riese, überragst mich. Bei dir fängt es früher an zu regnen und musst du dich bis zum Boden bücken, ist das eine Weltreise. Aber hast du auch die Grösse, mich zu halten?
Und hast du auch den Mut, mich zu berühren? Du fürchtest dich vor keiner Kreatur auf diesem Erdball, auch Wind, Wasser, Feuer, Erde können dir nichts anhaben. Aber bist du auch mutig genug, um mich zu halten?
Und wirst du auch die Ausdauer haben, mich nicht fallen zu lassen? Dein Durchhaltevermögen kennt keine Grenzen, du fängst als Erster an und hörst als Letzter auf. Aber wird das auch reichen, um mich für immer festzuhalten?

Donnerstag, 21. Juni 2012

Oben im Kreis

Vor einiger Zeit erzählte mir eine Frau etwas von einem Kreislauf. Alles sei ein Kreislauf. Und alle Stadien dieses Kreislaufs seien wichtig. Diese Frau beschrieb den Kreislauf folgendermassen:
Öpis mue cho, wachse, denn treits Blüete und Frücht, und denn vegohts wieder. So gohts immer wiiter. Cho, wachse, blüeh - vegoh. Cho, wachse, blüeh - vegoh. Cho, wachse, blüeh - vegoh.
Um diesen Vorgang zu unterstreichen hob sie jeweils ihre Arme in einem grossen Kreis über ihren Kopf. Sie fingen unten an und waren beim "blüeh" ganz oben. Dann machte die Frau eine eindrucksvolle Pause, die Spannung stieg - und wurde durch ein kurzes "vegoh" und das Herunterfallen der Arme gelöst.
An und für sich ein abgerundetes Bild, ein überlegtes Bild, ein Bild, über das sich jemand Gedanken gemacht hat. Aber - ja, schon wieder ein aber, und nein, ich werde nicht müde, solche abers immer und überall einzubringen, wo es mir nötig erscheint - aber: Wieso ist die Blüte der Höhepunkt? Wieso sind die Früchte im Kreislauf ganz oben? Wieso wird da eine bedeutungsvolle Pause gemacht, wo doch eigentlich alles gleichwertig ist? Wieso habe ich den Eindruck, dass die Frau in dem überlegten Bild extra die Blüten und Früchte ganz nach oben gesetzt hat, wieso glaube ich nicht, dass es ein Zufall ist, weil irgendwas halt oben sein muss? Und wieso habe ich nicht den Eindruck, das Bild entsteht aus der Bewegung, die auch die Pflanzen haben - sie wachsen in die Höhe und fallen dann wieder zusammen, nach unten? Wieso bloss habe ich einmal mehr den Eindruck, dass da etwas nicht wertbares gewertet wird, dass Blüten und Früchte tragen über das cho, wachse und vegoh gestellt wird, dass wieder einmal ein guter Ansatz da ist, aber nicht ganz durchdacht und ins Handeln einbezogen wurde?
Ist denn nicht alles gleich wichtig? Ist denn das vegoh nicht unerlässlich für die Blüten? Und das cho, ohne das cho würde es doch auch kein wachse geben! Bedingt nicht eins das andere? Ist es nicht ein Kreislauf auf ein und derselben Ebene? Ist ein Kreislauf nicht immer auf ein und derselben Ebene? Hm.
Vielleicht liegt es auch an mir. Wie komme ich darauf, dass diese Frau die Blüten über den Rest stellt? Nur weil sie dann ihre Arme am höchsten Punkt hat? Weshalb sollte sie mit dem höchsten geografischen Punkt auch die höchste Priorität darstellen wollen? Wie komme ich darauf, dass das wichtig, ein Kriterium für sie ist? Gehe ich etwa durch die Welt und nehme alles, was oben ist, wichtiger als die Dinge unten? Naja, beim Eis ist das ja wirklich so. Die Kugel oben ist das Wichtige, nicht das Cornet. Aber bei Rüebli zum Beispiel, da würde man schön dumm aussehen, wenn man sich nur auf den oberen Teil beschränken würde. Aber so ganz ehrlich: Wann hast du dich zum letzten Mal ausgiebig um deine Füsse gekümmert? Um den "untersten" Teil deines körperlichen Kreislaufs?
Ich persönlich kann räumliches Denken nicht von hierarchischem Denken trennen. Und ich wage zu behaupten, dass ich damit nicht alleine bin. Also wäre es wichtig, darauf Acht zu geben und vielleicht ein Bild zu erdenken, das nicht zu diesen missverständlichen Aussagen führt.

Alles ist wichtig. Blüeh, vegoh, cho, wachse.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Aufruf

Leute, passt mit eurer Sprache auf. Habt ihr jemals genau hingehört, was ihr so sagt und was ihr so gesagt kriegt? Wir nehmen immer an, wir verstünden schon, was der andere sagen wolle. Ich verstehe dich. Ich weiss, was du meinst. Klar. Aber habt ihr einmal wirklich genau hingehört?
Einige werden sicherlich wieder die Wichtigkeit dieser Fragen bezweifeln. Ich finde sie wichtig. (Abgesehen davon darf man auch unwichtige Fragen behandeln - falls es sowas überhaupt gibt.) Ich finde sie wichtig, weil wir ständig, immer und überall zugetextet werden. Da denke ich schon, dass es sich lohnt einmal anzuschauen, um was es da überhaupt geht.
Zum Beispiel sagte vor einer Weile jemand:
"Die Katastrophe hat gezeigt, dass nichts mehr selbstverständlich ist."
Wenn ich so einen Satz höre, dann frage ich mich sofort, was das mehr da soll. Nichts ist mehr selbstverständlich. Was war denn jemals selbstverständlich? Nichts ist selbstverständlich. Also ist dieser Satz gewissermassen eine Lüge, oder jedenfalls einfach...unsauber formuliert. Unsaubere Formulierungen führen zu mehr Missverständnissen. Unsaubere Formulierungen führen dazu, dass die Menschen sagen "Jaja, ich versteh schon", aber in Wahrheit verstehen sie nichts. Nichts.
Deshalb sage ich: Leute, passt mit der Sache auf, die in eurem Alltag vermutlich den höchsten Stellenwert überhaupt hat. Es ist die Mühe wert.

Dienstag, 19. Juni 2012

Ballett, Julia und der Prinz

Romeo liebt Julia. Und Julia liebt Romeo. Aber...wer liebt eigentlich mehr?
Liebt Romeo Julia mehr, weil er ohne sie nicht mehr leben will und sich umbringt, um mit ihr im Tod vereint zu sein? Oder liebt Julia Romeo mehr, weil sie bereit ist, das Gift zu schlucken, von dem sie nicht sicher sein kann, wie es wirkt? Wollten sie denn wirklich einander oder wollten sie nur die Unmöglichkeit des einander Habens überwinden?
Ob diese Frage wichtig ist? Keine Ahnung. Aber ich habe sie mir gestellt.
Also ist sie vermutlich wichtig.
Der Kleine Prinz zum Beispiel - von dem ich gerne jedes einzelne Wort zitieren würde, weil er so gescheite Sachen sagt - der Kleine Prinz jedenfalls findet es auch wichtig zu fragen, weshalb Blumen Dornen haben und das Schaf sie trotzdem frisst. Weshalb hat eine Blume Dornen, die gar nichts nützen? Oder nützen sie doch etwas, obwohl die Blume schlussendlich vom Schaf gefressen wird? Liegt der Nutzen womöglich ganz woanders als im nicht gefressen werden?
Vielleicht liegt die Wichtigkeit der Frage, ob Romeo Julia oder Julia Romeo mehr liebt gar nicht darin, sie mit "Romeo liebt Julia mehr" oder "Julia liebt Romeo mehr" zu beantworten.
Vielleicht liegt der Nutzen dieser Frage ganz woanders. Oder sie ist nutzlos. So nutzlos wie nichts leistende Menschen.
Mich jedenfalls interessiert es, ob Romeo Julia mehr liebt als Julia Romeo. Einfach so. Ohne Hintergedanken. Auch wenn das Ganze am Ende hinfällig ist, denn tot sind sie beide, ohne wirklichen "Nutzen". Ausser...vielleicht liegt der "Nutzen" gar nicht darin, dass sie sich am Ende kriegen (oder eben nicht). Vielleicht...
Ich weiss nicht, ob das wichtig ist. Aber es interessiert mich. Ich stelle solche Fragen. Also sind sie vermutlich wichtig.
Wissen tu ich nur eins: Die moderne Julia hat kurze Haare, ein Sixpack und trägt ein Männerhemd.

Montag, 18. Juni 2012

Taxi fahren Not helfen

"Und 200 Franken, das wären schon grad ein bisschen viel für dich...?!?"

Ich kann die Frau, die mir diese Frage stellt, nur kariert angucken. Es geht um eine Taxifahrt. Eine Taxifahrt, die bequem ist. Die einen schneller an den gewünschten Ort bringt. Bequem und schnell. Für nur 200 Franken.
Die Vorstellung, dass 200 Franken für irgendjemanden nicht viel sein könnten, ist mir zuwider.
Wie viele Menschen könnten leben von 200 Franken, könnten eine Ausbildung anfangen, wären nicht mehr blind, könnten sich einen Traum erfüllen mit 200 Franken. 200 Franken, das sind 25 Tage Nothilfe. 25 Tage, rausgeworfen an einem Abend, für eine halbe Stunde.
Wie viel Gutes könnten 200 Franken tun.

Wie kann man also nicht finden, dass 200 Franken viel sind?

Sonntag, 17. Juni 2012

Der Wirtschaftsstudent

Ein Mensch der nichts leistet - was will man mit dem schon anfangen? Was ist der schon wert?
Ein Mensch der handelt, ist der denn nichts? Wertlos? Und wie siehts aus mit jemandem, der einfach ist? Was heisst denn schon "leisten"? Was ist denn schon "Leistung"?
Ein Mensch der nicht der Norm entspricht, wird der einfach so gestrichen aus der Kartei? Untauglich?
Ein Mensch
der nichts leistet
ist wertlos.
Sagt mir der "Mensch" gegenüber ins Gesicht.
Er hätte mich genauso gut
anspucken können.
FUCK YOU.

Freitag, 8. Juni 2012

Plitsch platsch oder Alles Gute kommt von oben

Meine Vermutung ist ja, dass der liebe Gott den Regen erfunden hat, um uns an die Sintflut zu erinnern. Er will damit sagen: "He Leute, euer Lebensstil passt mir mal wieder so gar nicht, vielleicht solltet ihr was ändern." Damit spielt er zum Beispiel auf Menschen an, die Werbungen wie diese hier kreieren: "Deine Wunschfigur mit schriftlicher Abnehm-Urkunde." Und noch auf viele andere. Jedenfalls schickt er den Regen, das stelle ich mir jedenfalls so vor, um uns rein zu waschen. Um uns zu sagen: "Ok, du hast wieder ganz schön viel Mist angesammelt, du kriegst jetzt, hier, heute noch eine Chance. Du kannst noch mal anfangen, du bist jetzt sauber und fit für einen neuen Alltag."
Aber wir Menschen wollen das irgendwie nicht so recht hören. Deshalb kam (vermutlich) im Jahr 802 der Abt Alcuin von Tours auf die grandiose Idee, einem Bischof ein "Schutzdach" zu schicken. Seitdem verstehen es die Menschen konsequent, den Regen aus ihrem Leben auszublenden. Sie ziehen Capes an, spannen Schirme auf, gehen nicht mehr aus dem Haus. Denn sobald sie nur schon einen einzelnen Tropfen auf ihrer Haut spüren würden, könnten sie ja eventuell zur Einsicht gelangen. Wie tragisch das doch wäre. Also piksen wir uns lieber gegenseitig mit den tollen Schirmen und schauen zu, wie die Tropfen der Erkenntnis in den Tramschienen verkommen und in den Gulli fliessen.

Wenn es jetzt aber in die Küche regnet - dann, so denke ich, ist das ein eindeutiges Zeichen, dass wirklich etwas geändert werden sollte. So aufdringlich ist Gott nur selten, und das zu ignorieren könnte nicht absehbare, unerwünschte Folgen haben.

Sonntag, 3. Juni 2012

Papierverschwendung

Wie kann man ganz oben, zuoberst auf einer Seite schreiben: "Wenn man mit den oben genannten Kriterien..."? Das geht doch einfach nicht! Oben, über diesem Satz, ist der Rand meiner Kaffeetasse, die leider nur noch Kaffeesatz als Inhalt hat. Aber besser eine Kaffeetasse mit Kaffeesatz als ein Buch mit Mist. Kaffeesatz gehört nämlich in eine Kaffeetasse, im Gegensatz zu Mist, der auf einen Haufen gehört. In einem Buch sollte Schönheit und Intelligenz, Wissen und Werte, Sinn und Erkenntnis stecken. Und dazu gehört, dass man nicht zuoberst auf einer Seite "Wenn man mit den oben genannten Kriterien..." schreibt.

Samstag, 26. Mai 2012

Geständnis

In die dunkle Nacht
hinauslaufen
um an eine helle Häuserwand
den Satz zu sprühen:
Ich liebe dich!

Schreien ist ja
nach zweiundzwanzig Uhr
leider untersagt

Andrea Schwarz


Freitag, 18. Mai 2012

Zusammenfassung einer Predigt

"Jesus ist in Wahrheit gar nicht in den Himmel "aufgefahren", wie das alle immer erzählen an Auffahrt. Er hängt fest, in der Cloud! Deshalb zeigen die Bilder an Auffahrt auch immer eine Wolke. Dort hängt er jedenfalls, ist quasi abgelegt in unserer Dropbox. Und genau wie all die Ferienfotos und sonstigen Unterlagen aus der Dropbox haben wir auch Jesus immer bei uns. In der Cloud. Wir haben jederzeit Zugriff auf ihn. So ist das mit Auffahrt und der Dropbox."

Sonntag, 13. Mai 2012

Führungsposition

Um was geht es hier eigentlich? Um Macht? Oder Geld? Vermutlich beides. Und all das wirklich nur wegen Macht und Geld? Wie traurig. Man jagt quasi dem Unglück hinterher. Wie traurig, sein ganzes Leben dafür zu opfern. Wenn man Glück hat, ist das Unglück schneller. Wenn nicht, dann kann man es einholen und wird Staatsoberhaupt oder Bankchef.

Standort

Ich mag diese Stadt ja schon. Die Wolken über ihr, die Sonnenstrahlen, die sich in den Fenstern und im Fluss brechen, das Plätschern, die Gebäude. Ich mag sie wirklich. Sie ist schön, eine schöne Stadt. Aber die Menschen darin, und das was die Menschen aus der Stadt gemacht haben - naja. Die Läden, die Werbungen, der Verkehr. Und wie sie rumlaufen - die Kleidung, die Laune, ohne jegliche Wertschätzung. Ich mag diese Stadt ja schon. Aber ohne Menschen wäre sie manchmal schöner.

Dienstag, 24. April 2012

Überraschungsgeschenk

Lily liebt Helmut. Und Helmut liebt Lily. Lily ist ein Krokodil. Und Helmut ist ein Frosch. Mit einem Cape. Das kann durchaus ein Problem sein. Nicht das Cape, die Verschiedenheit. Ist es aber nicht, denn Lily liebt Helmut wirklich und Helmut liebt Lily wirklich. Am Anfang waren sie kurz getrennt. Lily wusste nicht, ob sie Helmut jemals wiedersehen würde. Und sie wusste nicht, ob sie ihn wiedersehen wollte. Deshalb tröstete sie sich mit einem hässlichen Matrosen. Aber dann kamen zwei Fremde und brachten sie zu Helmut. Sobald sie Helmut sah, war der Matrose vergessen und die Liebe tief und innig.
Die beiden sehen sich leider nicht regelmässig. Aber Lily fühlt sich sehr wohl, dort, wo sie jetzt ist. Sie denkt viel an Helmut und kuschelt sich unter ihre warme Decke. Und sie freut sich auf ein Wiedersehen. Und sie dankt den Fremden von ganzem Herzen (auch Stoffkrokodile haben Herzen, ganze Herzen), dass sie da waren und da sind und dem Schicksal geholfen haben.

Mittwoch, 11. April 2012

Dozent vs. Student

"Zu einfache Texte sind nicht repräsentativ."
K.W. - Dozentin in Gesellschaftswissenschaften

WTF?? Soll das Uni sein? Sieht so differenziertes Denken aus? Kritisches Hinterfragen? Soll das wirklich Uni sein?? Nur weil jemand fähig ist, etwas einfach auszudrücken, kann es nicht wahr sein. Kann es nicht gut recherchiert und hinterfragt und argumentiert sein. Texte mit Inhalt müssen per se schwierig und schwer bis gar nicht verständlich sein. Wo kämen wir denn hin, wenn man die Welt in einfachen Texten erklären würde. Wo kämen wir denn hin, wenn man nicht Haare raufend über den Fremdwörtern und Schachtelsätzen verzweifeln würde, bis tief in die Nacht hinein. Das ginge ja gar nicht. Also sind einfache Texte einfach nicht repräsentativ. Logisch. So logisch.