Die letzte Woche gehört zu den eher weniger schönen dieser Zeit hier. Aber sie liegt ja jetzt zum Glück hinter mir, und ich durfte auch viele schöne Erfahrungen machen.
Der ganze Rausschmissfall ist sehr kompliziert. Ich durfte kurzfristig bei der Gastfamilie einer Freundin wohnen. Sie haben mir sehr geholfen, sei es durch ihr Auto, mit dem sie meine Sachen hin und her transportiert haben oder sei es psychisch, indem sie mich immer wieder aufgemuntert und neue Hoffnung gegeben haben.
Die Woche an sich bestand aus zahlreichen Besuchen und noch mehr Anrufen bei verschiedensten Stellen:
Polizei, Wohnungsvermittlung, Post, Telefongesellschaft, zweite Wohnungsvermittlung, SelfStorage, Universitätsstelle für Austauschstudenten und noch viele andere mehr.
Ich durfte viel Unterstützung erfahren, von meinen Freunden hier, von den Menschen aus der Gemeinde - diese Solidarität und Freundlichkeit finde ich schon sehr erstaunlich, zumal ich erst seit einem Monat hier bin. Auch eure lieben Worte per Mail haben mir sehr geholfen. Danke an dieser Stelle dafür!
Inzwischen ist alles mehr oder weniger geregelt, es heisst abwarten, was die Behörden entscheiden. Ich versuche unterdessen, ein bisschen Normalität in mein Leben zurück zu bringen. Am Freitag konnte ich in mein neues Zuhause ziehen - ein 1-Zimmer-Appartment. Es tut mir sehr gut, alleine zu wohnen und mich auf keine neue(n) Person(en) einlassen zu müssen. Beim Bedürfnis nach Gesellschaft habe ich tolle Nachbarn, bei denen ich anklopfen kann - zusammen haben wir das neue Heim auch schon mit Beerenmuffins und einigen Joggingrunden eingeweiht.
Nächste Woche gibts also hoffentlich wieder mehr über Schweden, die Sitten und Bräuche hier und das Leben als "normaler" Erasmusstudent.
Bästa hälsningar!
