"Hitler war Vegetarier"
Das ist der Titel eines Beitrags im NEON vom April 2011. In den nächsten 14 Zeilen geht der Holocaustforscher und Buchautor Charles Patterson auf diesen Mythos ein - und kommt zum Schluss, dass Hitler kein Vegetarier war, oder wenn er einer gewesen wäre, dann kein sehr guter:
"Als Hitler 1933 an die Macht kam, stellte er die wichtigste Vegetarierzeitung ein, verbot alle Vegetarierorganisationen in Deutschland und später in den besetzten Gebieten. Er liess ihre Leiter verhaften, Vegetarier mussten fliehen oder in den Untergrund gehen."
An was man als Diktator nicht alles denken muss. Wäre ich Diktator, würde ich den "Boxverband" zum Beispiel erst verbieten, wenn ich alles andere schon erledigt habe und die pure Langeweile Besitz von mir ergreift. Glaube ich. Vorher würde ich nicht ansatzweise auf die Idee kommen, das Vereinsverzeichnis nach Gruppierungen zu durchsuchen, die mir nicht gefallen. Da könnte man fast schon Mitleid mit den armen Diktatoren bekommen.
Ich vermute mal, das die Zahnräder hinter dem Zeiger damit beschäftigt waren, alle Verbände aufzulösen, die sie gerade entdeckten.
AntwortenLöschenEs lohnt sich auch ein wenig mehr für einen Diktator, wenn es keine oder nur sehr eingeschränkt Gruppierungen gibt, die nicht vom Regime selber geleitet werden.
So gab es meines Wissens nebst der "Hitlerjugend" keine anderen Jugendverbände.
In einem Artikel habe ich ohnehin gelesen, dass Hitler lediglich aus gesundheitlichen Gründen auf Fleisch verzichtet hat.
Sami
Stimmt, es lohnt sich definitiv mehr für ihn, dann kann er seinen Diktatoren-Job wenigstens so richtig ausüben. Wer will schon eine 80%-Stelle wenn er auch 120 haben kann?
AntwortenLöschenDas mit den gesundheitlichen Gründen wurde in zitiertem Artikel auch erwähnt - allerdings meinte dieser Forscher, Hitler habe sich trotzdem hin und wieder diesen (fragwürdigen - ich bin Vegi) kulinarischen Genuss gegönnt. Ich vermute, das wird eines der grössten Rätsel der Geschichte bleiben - War Hitler Vegetarier und wenn ja, warum?