Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur. ... Oscar Wilde



Donnerstag, 24. März 2011

Ich halt dann mal ein Nickerchen

Ich halte viel von Power-Naps. Und ich praktiziere sie selber hin und wieder. Im Zug, auf dem Esstisch, früher in der Schule, vorzugsweise in Geografie oder Mathe. Doch was ist das Geheimnis dahinter, wieso fühlt man sich nach diesen kurzen Ausflügen ins Reich der Schlafenden oft erholter, als nach mehreren Stunden am selbigen Ort?
Ich habe die Antwort. Ohne Studien, ohne Expertenwissen, ganz simpel:
Wenn wir länger schlafen, kommen wir in den Tiefschlaf. Und irgendwann auch in eine Phase, in der wir träumen. Träume sind jedoch nicht erholsam, weil sie sich entweder mit Dingen befassen, die wir niemals können, haben oder sein werden, oder mit der realen Welt. Das "Niemals-erreichen-können" ist logischerweise nicht sehr erfrischend. Und die reale Welt ist oft so schrecklich, grausam, paradox, dass wir nach einer intensiven Auseinandersetzung damit auf keinen Fall gestärkt in den neuen Tag starten können.
Das ist der Grund, weshalb Power-Naps erholsamer sind als lange, intensive Schlafstunden.
Doch wieso kurz schlafen und nicht einfach wach bleiben?
Bleiben wir wach, befinden wir uns weiterhin in der realen Welt, die oben schon einmal beschrieben wurde: Grausam, schrecklich, paradox. Schlicht zuviel für unser menschliches Hirn und Herz. Mit dem Power-Nap können wir dieser Welt entfliehen, ohne ihr in der Traumwelt wieder begegnen zu müssen. Wir befinden uns sozusagen im Raum dazwischen. Im Power-Nap haben wir, oder ich zumindest, ein Schlupfloch gefunden, um wenigstens für eine kurze Weile einfach nur zu sein, ohne denken zu müssen, ohne es zu merken. Etwa so, als wäre man ohnmächtig. Einfach abstellen, loslassen. Ja, abstellen ist wohl das beste Wort dafür. Ausschalten. Aussteigen. Für einen kurzen Moment. Um dann wieder zurück ins Leben geworfen zu werden.

4 Kommentare:

  1. Die fiese Wirklichkeit

    "Das ist der Grund, weshalb Power-Naps erholsamer sind als lange, intensive Schlafstunden."

    Da gäbe es eine einfache Variante, dies zu überprüfen.
    Gut, im Zug mal zwischendurch acht Stunden zu schlafen wäre wohl nicht so einfach. Aber Abends nach zwanzig Minuten Power-Nap aufstehen und schauen, ob man sich so besser erholt hat als mit "gewöhnlichem" Schlaf - Das wäre ein Experiment.
    Ich befürchte lediglich mit zu berechenbarem Ausgang...

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  2. Ich glaube, ich bleibe lieber bei der Theorie und überlasse das Experimentieren anderen. An irgendetwas muss man doch noch glauben können, oder?

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  3. Natürlich, solange er glücklich macht (und niemanden stört xD)
    Hmmm... sie sollten ein Buch darüber schreiben und in ein paar Hundert Jahren werden sie womöglich eine grosse Anhängerschaft haben. =)

    Sami

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  4. Ja! Ja Ja Ja! Ein P-N-Guru. Power-Nap-Guru. Eine Schlafsekte. Eine Traumgemeinde. Aiaiai.

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