Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur. ... Oscar Wilde



Sonntag, 27. Februar 2011

Unnötige Diskussionen

Hört auf zu philosophieren!
Wir werden den Sinn des Lebens niemals herausfinden, beziehungsweise werden wir ihn alle selbst finden müssen, er kann nicht erklärt werden. Wir werden niemals wissen, was nach dem Tod kommt - bis wir selber gestorben sind. Wir werden niemals beurteilen können, was richtig und falsch ist. Und wir werden niemals erfahren, was gewesen wäre wenn.
Machen wir uns doch nichts vor. Der Mensch ist nur ein kleines Spielzeug im Kinderzimmer des grossen Ganzen. Also hört auf, euch wegen solchen Sachen gegenseitig die Köpfe abzureissen. Was wir glauben ist unwichtig, nicht relevant. Was wir glauben, hat schlicht und ergreifend keine Bedeutung.
Deshalb sollten wir uns vielleicht den Dingen zuwenden, die wir verstehen, die wir beeinflussen können, an denen wir arbeiten und die wir lernen können. Den wirklich wichtigen Dingen.

Sonntag, 20. Februar 2011

dsmm

Ich würde so gerne gesellschaftskritisch schreiben. Oder zynisch den Politikern gegenüber. Oder ironisch, sarkastisch, treffsicher über all die Missstände in der Welt. Aber es gibt schon zu viele Gesellschaftskritiker. Zu viele, die Politiker parodieren oder mit ihren harten Worten Tatsachen hervor heben; Dinge, die nicht so sein sollten; Dinge, bei denen Menschen versagt haben.
Sollten wir nicht an unsere Politiker glauben? An unsere Welt? Sollten wir nicht hoffen, dass jeder sein Bestes tut, um die Erde am Drehen zu halten? Doch, das sollten wir. Wir sollten den Politikern danken, und nicht alles mies machen. Wir sollten an uns glauben. Nicht blauäugig, naiv, gutgläubig. Nur hoffnungsvoll, optimistisch und in der festen Überzeugung, dass es das Gute wirklich gibt.

Samstag, 19. Februar 2011

Eine Portion Hoffnung, bitte

"Die Hoffnung stirbt zuletzt." oder "Es ist aussichtslos - aber verlier nie die Hoffnung!" oder so etwas in der Art. Das hört man so oft. Immer wieder. Dabei ist Hoffnung doch eigentlich das schlimmste aller Gefühle, das grausamste. Hoffnung hängt mit Erwartungen und Vorfreude zusammen. Hoffen kann eigentlich nur schief gehen. Marie von Ebner-Eschenbach sagt zwar: " ,Und ich habe mich so gefreut!' sagst du vorwurfsvoll, wenn dir eine Hoffnung zerstört wurde. Du hast dich gefreut. Ist das nichts?" Wenn man sich dieses Zitat durch den Kopf gehen lässt, muss man schon sagen, dass sie irgendwie Recht hatte. Ich habe mich gefreut, und das ist sicherlich ein schönes Gefühl. Aber die Enttäuschung, die man danach empfindet, ist umso schlimmer. Meiner Meinung nach. Ganz nach dem Motto von Francis Bacon: "Hoffnung ist ein gutes Frühstück, aber ein schlechtes Abendbrot." Solange du noch Hoffnung hast, ist das ganz gewiss schön und gut. Du hast etwas, an das du dich klammern kannst. Doch sobald sie zerstört ist, verloren, unwiderruflich, sobald das passiert ist, ist es einer der schlimmsten Schmerzen, die man empfinden kann. Wieso also hoffen wir immer wieder aufs Neue, erwarten, freuen uns auf die Zukunft? Wo wir es doch eigentlich besser wissen sollten. Ist der Mensch von Natur aus ein Masochist?

Mittwoch, 16. Februar 2011

Bambis Musik

Um den katastrophalen Bambi-Text aufzuwerten folgen hier nochmal vier meiner favorisierten Lieder:

I believe.

Why does it rain?

Immer wieder schön.

Und Nummer vier wäre St. Ivan's school day von Bishop Allen, aber das finde ich einfach nicht...

Naja, ob das den Bambi-Eintrag so aufwertet... Egal. Ich mags. Retten wir die Welt.

Bambis Waldsterben

Vorhin habe ich Bambi geguckt. Teil 1 und 2. Es war ziemlich langweilig, da ich schon über fünf Jahre alt bin, deshalb habe ich nur die ersten 30 Sekunden der Kapitel geguckt. Meine Gedanken kreisten dabei unentwegt um das Thema "Waldsterben". Ein sehr wichtiges Thema, wie mein Mitbewohner findet. Ich kann das nicht einschätzen, ich habe wieder einmal keine Ahnung. Trotzdem habe ich die ganze Zeit über dieses Thema nachgedacht. Was eigentlich komisch ist - ich meine, wie kann man über ein Thema nachdenken, über das man absolut nichts weiss? Jedenfalls brannte dann plötzlich in Bambi der Wald ab. Ich glaube, das war Bambi 1. Vielleicht aber auch 2. Sogar Bambi beschäftigt sich mit diesem Thema. Dann muss es ja wichtig sein, oder?

Dienstag, 15. Februar 2011

YouTube Sei Dank

Da heute nichts konstruktives mehr kommen würde, nur drei "Musikempfehlungen".

Irgendwie sehr teenie- und pubertätsmässig, aber irgendwie so wahr - ich fühle mich jedenfalls total verstanden. Und ich würde sämtliche Fragen in den Strophen aus tiefstem Herzen mit JA beantworten.

Einfach schön.

Oha, Nummer drei ist mir entfallen. 

Doch noch was gefunden. I like him.

Sonnenanbeterin

Ist es nicht gemein, dass Gott etwas so schönes wie die Sonne erschaffen hat, wir Menschen aber niemals in der Lage sind, dieses Wunder in ganzem Ausmass zu betrachten? Wie oft habe ich schon probiert, diesen grossen gelben Ball anzugucken. Irgendwie zieht er meine Augen magisch an. So hell, so verschieden (gross und klein, von fast weiss über gelb und orange bis hin zu rot, ...), so warm, so beständig. So schön. Aber jedes Mal, wenn ich die Sonne anschauen will, blendet sie mich. Ich muss meine Augen zukneifen. Manchmal probiere ich, gegen die Sonne zu gewinnen. Dann gucke ich weiter, bleibe standhaft, so lange, bis ich Tränen in den Augen habe. Wenn ich meinen Blick dann abwende, sehe ich erst einmal nichts mehr. Ich bin sozusagen blind. Für ein paar Augenblicke ist da nur noch Licht, Helligkeit, Wärme. Wieso erschafft jemand etwas, was niemand richtig schätzen kann? Wäre ich ein Erfinder, würde ich doch etwas erfinden wollen, das die Leute benutzen können. Wäre ich ein Künstler, würde ich doch etwas schaffen wollen, das die Menschen anschauen oder anfassen können. Wäre ich ein Musiker, würde ich doch etwas spielen, das sie Welt hören kann. Wäre ich Gott, hätte ich eine Sonne gemacht, die die Menschen nicht immer wieder daran erinnert, dass sie eben doch nicht alles können. Wäre ich Gott, würde meine Sonne nicht verbrennen, blenden oder untergehen. Wäre ich Gott, würde meine Sonne wärmen, Licht spenden und keine Schatten verursachen. Doch zum Glück bin ich nicht Gott. Deshalb freue ich mich einfach so an seinem Werk, wie er es eben gemacht hat, und laufe ihm entgegen. Denn wer der Sonne entgegen läuft, lässt den Schatten hinter sich.

Montag, 14. Februar 2011

Was denkst du wohl?

Eigentlich, also offiziell, also theoretischerweise habe ich ja aufgehört, mich zu fragen, was wohl andere Menschen über mich denken. Aber irgendwie wäre es manchmal schon spannend, oder?

If I could see me through your eyes
If I could touch me with your hands
If I could smell me with your nose
What would I be like?
I’d like to know what you think
When you look at me
What do you see?

Waffenschutzinitiativen und deren Folgeaussagen

"Die bürgerlichen Frauen haben total versagt."
(CVP-Präsidentin Babette Sigg Frank, Werdenberger & Obertoggenburger vom Montag, 14. Februar 2011, S. 13)
Die Frauen haben TOTAL versagt. Nur weil manche Männer waffengeil sind, müssen die Frauen Vernunft und Engagement zeigen und dagegen ankämpfen? Nur weil fast 70 % der St. Galler Bevölkerung Nein sagt, haben die Frauen versagt? Nochmal, zum mitschreiben: Die Frauen haben versagt, weil die Männer ihre Waffen auf dem Nachttischlein liegen haben wollen. Aha.
In was für einer Welt wir doch leben.

Sonntag, 13. Februar 2011

Play with it - on Friday night.

Wow. Was für Erkenntnisse man nicht an einem Freitagabend haben kann. Bei mir waren das gleich zwei, ja, wirklich. Ich möchte euch daran teilhaben lassen:

  • Lehrer sind ja eigentlich da, um zu lehren. Doch manche (ich will keine Zahlen oder Namen nennen) Lehrer schaffen es auch, in uns eine grosse Leere zu schaffen, mit ihren Lehren. Dann lehren und leeren sie gleichzeitig, vermitteln eine Lehre und eine Leere. Bewundernswert, nicht? 
  • Die Wüste. Ein trockenes Gebiet, mit extremen Bedingungen (heiss / kalt), weit und breit nichts, grosse Leere. Wüste, ein Wort, das immer einen negativen Beigeschmack hat. Wüste - Sand, Tod, nur die Stärksten überleben, Täuschungen in Form von Fata Morganas (oder Morganen? Hm...) - kurzum, nicht wirklich ein sehr positives Wort. Und jetzt kommt der Clou: Man sagt ja "Oh, da isch aber wüescht!!" Etwas ist wüst. Schrecklich. Eklig. Sanft ausgedrückt "Nicht schön." Wüste - wüst! Daher kommts!

Herrlich, diese Wortspielereien... Auch wenn vor allem das Wüstenspiel nicht sehr hochstehend ist, und auch wenn das Lehrerspiel sicher schon 498 Menschen (Minimum) vor mir herausgefunden haben - ich hatte meinen Spass.

How to deal with...

Es gibt verschiedene Wege, wie man seinen Frust ablassen, seine Probleme und Sorgen ausblenden, seine Gedanken abstellen kann.

1. Wegschlafen. Keine Garantie, schliesslich gibt es merkwürdige Menschen die träumen, aber trotzdem, der Schlaf kann vieles von uns nehmen.

2. Weglachen. Sicherlich gesund und lustig, doch ob es auf die Dauer wirklich funktioniert...fraglich.

3. Wegtrinken. Euch ist vermutlich klar, dass damit nicht Wasser gemeint ist. Mir persönlich gefällt diese Möglichkeit langfristig gesehen überhaupt nicht. Suchtpotenzial, teuer, Verlust der Gesundheit, des Verstandes und der Zurechnungsfähigkeit, der schreckliche Morgen danach - nein.

4. Wegessen, Wegrauchen/-jointen/-schnupfen/-drögeleren, Wegritzen, Weg-irgendwas. Hat alles mehr Nach- als Vorteile, tut alles auf die Dauer nicht gut und verlagert den Frust, die Probleme und Sorgen bzw. die Gedanken nur.

5. Zudecken. Mit Musik, mit Texten, mit Unternehmungen, mit Arbeit, mit anderen Menschen, mit aktiv und unterwegs sein. Keine Zeit für gar nichts hat nämlich genau diesen Vorteil: Keine Zeit für gar nichts - also auch keine Zeit zum frustriert sein, um Probleme und Sorgen zu überdenken, um überhaupt zu denken.

6. Wegreden. Ganz viel darüber reden und diskutieren, Lösungen suchen, finden und wieder verwerfen, Gedanken austauschen und so weiter. Reden ist gut. Zuviel reden ist gefährlich.

7. Wegrennen. Nicht vor den Problemen, Sorgen, Gedanken wegrennen. Nein, nur eine Pause errennen. Man kann sozusagen alles hinter sich lassen. Alles verschwimmt. Keine klaren Konturen mehr. Nur noch ein Schritt um den anderen, man weiss genau, wie es geht und wohin es geht. Im Gegensatz zu so oft im Alltag, wo man keine Ahnung von nichts hat. Dazu kommt das regelmässige Atmen. Mit der Zeit spürt man die Kälte und den Wind nicht mehr, sondern nur noch die Gelenke und Muskeln, die sich spannen, die abfedern, die mich vorwärts bringen. Sie brennen. Sie brennen sehr, und man würde am liebsten aufhören. Doch man tut es nicht. Man läuft weiter, lässt Menschen, Häuser, Bäume, Wiesen vorbeiziehen, schaut auf die Kieselsteinchen am Boden oder auf die Wolken am Himmel, aber sieht sowieso nichts. In diesem Zustand könnte man ewig weiterrennen, hat das Gefühl, unendliche Kräfte zu haben, alles zu schaffen, alles zu ertragen, alles zu können. In diesem Zustand haben Frust, Probleme, Sorgen oder einfach nur Gedanken keinen Platz. Man nennt das wohl auch "Runners High". 

Wie auch immer, tut was ihr wollt, es gibt sowieso noch 1000 weitere Möglichkeiten. Ich finde momentan Punkt 7 am ansprechendsten. Probiert's aus.

Blingg Blingg

Jetzt starre ich schon seit einer Viertelstunde
auf das blinkende schwarze Strichlein.
blink - blink - blink - blink - blink
Neben mir liegt der Zettel mit den Notizen
Notizen, die in Texte umgewandelt werden wollen.
Aber ich bin zu fasziniert von dem schwarzen blinkenden Stichlein
blink - blink - blink - blink - blink
Fast schon wie eine Lasershow. Ok, nicht ganz. Fast eben.
Schon klar, die Farbe fehlt, die laute Musik fehlt,
das "Mit-dem-Lichtstrahl-herumgewirble" fehlt. Aber dieses
blink - blink - blink - blink - blink
Es raubt mir noch den Verstand.
(JA, ich besitze Verstand, für diejenigen unter euch, die daran zweifeln sollten.)
Ich kann meine Augen nicht lösen.
Kurz gesagt, ich bin wieder einmal angefüllt mit Leere.
Deshalb gehe ich am besten zuerst einmal frühstücken.
Dann ist wenigstens ein Teil von mir nicht mehr leer.
See you soon, then.
Und nein, ich esse keine Wiener Würstchen.
(Verzeiht, der Restalkohol.)

Freitag, 11. Februar 2011

Aufruf zum Flashmob

Hey, ihr alle da draussen, kommt, wir machen einen Flashmob!! Und zwar von jetzt an bis in alle Ewigkeit. Alle legen ihre Schale ab und sind, wie sie sind. Ok? Also, Achtung, fertig, LOS!!!!

Wir haben zwar keinen "Soundtrack fürs Leben" (leider), aber wenigstens manchmal für gewisse Situationen ein passendes Lied. Wie jetzt zum Beispiel:

Donnerstag, 10. Februar 2011

Was ich mal werden will

Warum denkt man - pardon - denke ich so oft "Später, wenn mein Leben dann anfängt, also wenn ich ein Haus und ein Auto hab, und natürlich einen Mann, vielleicht sogar ein Haustier, wenn mein eigenes Sofa im Wohnzimmer steht und ich eine Kücheneinrichtung kaufen gegangen bin, wenn schicke, elegante Kleider anziehe und frische Blumen kaufe wann immer ich will, um mein Heim zu schmücken, um jemandem eine Freude zu machen, oder auch einfach nur für mich. Eben, wenn mein Leben angefangen hat, dann..."
Ist das nicht lächerlich? Ich lebe doch schon längst! Oder kann man das etwa nicht als ein Leben bezeichnen, wenn man nur ein Zimmer und ein Fahrrad hat, wenn das Haustier eine Spinne oder Fliege ist, wenn ich mir eine Teekanne im Brockenhaus kaufen gehe und nachher total stolz bin darauf, wenn ich kein Sofa habe sondern nur einen Stuhl, der Rest muss auf dem Bett sitzen, wenn ich eben nur drei Paar Hosen habe und nicht zehn, noch dazu alles Jeans, und by the way JA, ich habe eine Winterjacke, na und?, wenn ich mir die Blumen nur angucke und denke "Ich würde gerne", aber wenn ich das letzte Geld dann doch lieber für einen Kinoeintritt ausgebe, der teuer ist, weil ich keine Cinecard habe, die ich gerne haben würde, die ich mir aber erst später kaufe, wenn ich erwachsen bin, wenn mein Leben angefangen hat, wenn ich noch Vollzeitlerner bin und keine Geschäftsmeetings habe, wenn ich immer noch lieber mit Schampus anstosse und etwas erlebe anstatt mit Rotwein im Glas den alten Zeiten nachzuhängen, ist denn all das kein Leben? Ist das nicht lebendig?
Viele der aufgezählten Punkte sind sowieso nur durch "haben" definiert. Oder machen. Dabei mache ich doch schon jetzt, was ich für richtig halte, oder etwa nicht?
Weshalb denkt man, und ja, ich glaube, das tun die meisten, weshalb denkt man so oft an das, was kommen wird? Oder eben an das, was war, wenn man denkt, dass man nicht mehr so viel hat, das kommen wird? Wieso ist man so wenig im Moment anwesend?

Alltag

Wenn man morgens noch vor dem Aufstehen Wäsche aufhängt,
danach fast von einer Schranke erschlagen wird,
wenn man über Chinchillas, Schlagersterne und CD-Verlosungen schreibt,
und nebenbei noch ein Kännchen Tee kocht,
wenn man um viertel vor zwölf ins Kino geht,
mit einer, die gerade aus Rom kommt,
wenn man einen Kompostberater hat,
und trotzdem lieber Eiscreme isst,
wenn man um Lohn streitet,
den man durch den Verkauf von ENGELN verdient hätte,
wenn man im Februar Menschen im T-Shirt sieht,
und zu Hause ein Couchtisch auf Bierflaschen steht,
wenn die Blätterspitzen der Büropflanzen braun werden,
obwohl man doch regelmässig Flüssiges dran kippt,
wenn man so viel redet und sich doch nicht versteht,
und am Schluss alle rufen "Wieso hast du nichts gesagt?",
wenn das Handy überfordert ist,
und ich auch,
dann nenne ich das merkwürdig,
komisch,
strange
oder einen ganz gewöhnlichen Tag
in meinem Leben.

Mittwoch, 9. Februar 2011

Backe Backe Kuchen

Es gibt verschiedene Arten von Menschen.
Die einen leben nach den Prinzipien "If tomorrow never comes" und "Geniess das Leben, solange du kannst" und "Wenn nicht jetzt, wann dann?".
Die anderen leben eher im Stil von "Später werde ich..." und "Morgen ist auch noch ein Tag" und "Wenn ich dann, in ein zwei drei Jahren, ...".
Natürlich gibt es noch viel mehr verschiedene Typen. Man könnte das Ganze auch so beschreiben: Man steht in der Küche und bäckt einen Kuchen. Dafür benötigt man ein halbes Päckchen Vanille-Zucker. Nun gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten:

1. Man hat keinen im Haus und bäckt den Kuchen ohne.
2. Man hat keinen im Haus und bäckt deshalb gar keinen Kuchen.
3. Man hat noch genau ein halbes Päckchen.
4. Man hat noch genau ein halbes Päckchen, will dieses aber nicht verwenden, da man danach ja keinen Vanille-Zucker mehr hat, und da man ja mal welchen brauchen könnte.
5. Man hat ein oder mehrere Päckchen Vanille-Zucker zu Hause. Man schüttet ein bisschen mehr als die Hälfte in den Kuchenteig, der Kuchen soll ja auch gut schmecken und vielleicht bäckt man so lange nicht mehr, dass der Vanille-Zucker schlecht wird. Also lieber mehr als die Hälfte verwenden.
6. Man hat ein oder mehrere Päckchen Vanille-Zucker zu Hause. Man schüttet ein bisschen weniger als die Hälfte in den Kuchenteig, zu viel Zucker ist sowieso ungesund. Ausserdem könnte man den Rest ja irgendwann einmal brauchen, und dann will man sicher genug übrig haben.
(Punkte 5 und 6 können auch unbewusst passieren - das wird hier nicht berücksichtigt, Bewusstsein - Unterbewusstsein -- am Schluss ist es doch der MENSCH, der handelt.)
7. Man hat ein  Päckchen Vanille-Zucker zu Hause. Man schüttet das ganze Päckchen in den Teig, damit man keine unnötigen Reste hat.
8. Man hat mehrere Päckchen Vanille-Zucker zu Hause. Man schüttet ein ganzes Päckchen in den Teig, er soll ja auch schön süss sein, man will keine angefangenen Beutelchen haben und man hat ja sowieso genug.

Mit Sicherheit gibt es noch eine ganze Menge weiterer Möglichkeiten, wie man in dieser simplen Situation verfahren könnte. Und je nach Verhaltensweise könnte man den Charakter und Lebensstil eines Menschen herauslesen. Die "Was du heute kannst besorgen...", die "Ich würde gerne..." und so weiter. Was für eine Art Mensch bist du? Was würdest du in der Vanille-Zucker-Situation tun?

morning has broken

bicycling
in the morning
when the sun rises
is one of the most beautiful things
you can do
to wake up

waving hair
wind on your skin
and tears in your eyes
all alone
on the street
a fast ride

Dienstag, 8. Februar 2011

Pause

Immer öfter habe ich das Gefühl, dass schon alles gesagt ist, was man sagen kann.
Dass schon alles gesungen wurde, worüber man singen sollte.
Dass schon alles komponiert wurde, was wir spielen wollen.
Dass schon alles getan wurde, was man tun muss.
Dass schon alles ausgetestet wurde, was wir austesten dürfen.
Dass schon alles in Worte gefasst wurde, was es wert wäre, in Worte zu fassen.
Dass schon alles geschrieben wurde, was mir einfällt.

Ich glaube, in solchen Momenten ist wieder einmal das Schweigen an der Reihe.

Montag, 7. Februar 2011

Grenzkontrolle

Du wünschst dir grenzenlose Freiheit?
Dann lös doch schon einmal die Grenzen auf, die du beseitigen kannst.
Hör auf, in Nationalitäten zu denken, sondern denk in den Einheiten "Mensch" oder "Lebewesen". Hör auf, in Hab und Gut zu denken, sondern denk in einer einzigen Sparte "Alle sind geliebt und willkommen". Hör auf, in gut und böse zu denken, sondern denk in Taten, Auslösern und Zielen. Hör auf, in gesund und krank zu denken, sondern denk in lebendig. Hör auf in normal und anders zu denken, sondern denk in Individualität. Hör auf, in du und ich zu denken, sondern denk im wir. Hör auf mit der Schubladenwirtschaft, spreng die Grenzen und erlebe echte Grenzenlosigkeit.

Sonntag, 6. Februar 2011

Spezien

Für euch gibt es nur
Ossis und Wessis,
Russen und Amis,
Friesländer und Schweizer.

Wo bleiben da die Menschen?