Auf Facebook gibt es nun eine weitere Gruppe.
"Summerferie!" heisst sie. Es ist eine öffentliche Veranstaltung, erstellt von Reto Schäfler, von Donnerstag, 7. Juli um 18 Uhr bis 14. August, 21 Uhr. Ort: überall. Und ich soll nun entscheiden: Nehme ich teil, nehme ich vielleicht teil oder "Nein"? Hm. Währendem ich noch überlege, ob ich mich an dieser öffentlichen Veranstaltung blicken lassen möchte, schleicht sich ein hämischer Gedanke in mein Bewusstsein: "Haha, du hast gar keine Ferien! Du darfst nicht mitmachen bei dieser öffentlichen Veranstaltung überall, haha. Du bist ein Nichts! Nur Schüler, Studenten, Lehrlinge und Berufsleute haben Ferien. Aber du, du bist nichts von all dem, ergo hast du auch keine Ferien und darfst nicht vom 7. Juli um 18 Uhr bis zum 14. August um 21 Uhr überall auf der öffentlichen Veranstaltung mitfeiern. Hahaha. Das kommt davon."
Na sowas. Darf ich jetzt wirklich nicht mitmachen? Oder darf ich trotzdem an "Summerferie!" teilnehmen, auch wenn ich das gesamte letzte Jahr "Ferien" hatte? Zählt die freie Zeit vor dem Studienbeginn nicht auch als "Ferien"? Ich will doch wie die 6'810 Menschen vor mir auch "Ich nehme teil" drücken können. Oder wenigstens "Vielleicht", dann würde ich als 247. Person unter "Teilnahme unsicher" aufgeführt werden. Vielleicht geht es denen allen so wie mir, deshalb wissen sie noch nicht, ob sie Ferien haben oder nicht. Beziehungsweise ob sie sich zu den Feriern (Menschen, die Ferien haben) zählen dürfen oder nicht. Aber so bin ich eine der 472 ausstehenden Antworten, und meiner inneren Stimme nach müsste ich mich ja wohl oder übel den 803 Absagern anschliessen. Wie traurig. Keine Sommerferien dieses Jahr für mich. Dabei freue ich mich doch so auf die grosse Reise. Sie wird sicher nur halb so toll, weil sie nicht unter dem Titel "Summerferi!" läuft. Tja. Mit dem muss ich wohl leben.
Zum Glück ist das alles nur hypothetisch. Denn zum Glück hat mich (noch) niemand gefragt, ob ich an der öffentlichen Veranstaltung "Summerferi!" teilnehmen möchte. Auf das es so bleiben möge.
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