Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur. ... Oscar Wilde



Dienstag, 26. Juli 2011

Von Kraken, Praha und Kaffee-Hopping.

Zweiter Zwischenstand - Rückblick auf Osteuropa.

Krakau:
- Das ganze Drama (Geld? Sprache? Stadtplan? U-Bahn-Netz? Orientierung, wo bist du?) von vorne. Geld wechseln, Bus finden (nachdem man mühsam ein Busticket erstanden hat - gar nicht so einfach!), Hostel suchen.
- Die Erkenntnis: Franzosen reden französisch. Danke Schule für die zehn Wörter, die ich lernen durfte!
- 2 Monate auf den Schultern sind schwer. Immer noch.
- Der Kommunismus lebt in Krakau weiter. Unser Hostel heisst "Good Bye Lenin". Und lebt diesen Namen.
- Wieder erinnert alles an Ostdeutschland: Miele-Waschmaschinen, kratziges Klopapier, deutsche Ladenketten...
- Wenn man Bikinis ohne auszuwringen einpackt, sind sie beim Auspacken immer noch klitschnass und tropfen. Heilendes Wasser aus den Thermen Budapests versickern im Holzboden eines schäbigen Krakauer Hotels. Na sowas.
- Krakau ist fussgängerfreundlich. Und eine sehr sehr schöne, sehenswerte Stadt.
- Krakau ist grün. Weil es viel regnet. Und weil es viel Wind gibt. Wind, der durch Baumkronen rauscht, ist eins der schönsten Geräusche.
- Wird es kälter in der Stadt,
machst du deinen Magen satt,
Tee und Kaffee, Kuchen, Wein,
all das darf es (ausnahmsweise) sein...
Quatsch. Aber Krakauer Kaffees sind süss, spielen Radio Swiss Jazz und irgendwie fühlt es sich gut an, zu dieser amerikanischen Musik aus einem Schweizer Sender polnischen Tee zu trinken, der in Sri Lanka abgepackt wurde.
- Wenn an Synagogen dran steht, sie hätten bis 17 Uhr geöffnet, sind sie 16.59 Uhr geschlossen.
- Überall gibt es Gelaterias und Schmuck. Ein Paradies . ? !

Prag:
- Nachtzüge werden wirklich nicht bequemer.
- kalt, windig, schön
- gutes Essen (wie eigentlich die ganze Reise über)
- Leider erreichten wir in Prag unser Leistungstief - unsere "Fitness" war nicht auf dem besten Stand und so begaben wir uns einmal mehr auf "Kaffee-Hopping-Tour". So sieht man auch einiges von der Stadt, aber halt leider nicht die klassischen Sehenswürdigkeiten. Tja. Dafür haben wir eine Menge Leute kennen gelernt, unter anderem im grössten Club Europas, den wir natürlich testen mussten. Für das Castle zum Beispiel hat es also nicht mehr gereicht - wie tragisch, da muss ich wohl noch einmal nach Prag fahren...
- Prag war von Touristen, Gruppen und allgemein einfach von Menschen ÜBERBEVÖLKERT. Kein Treten, Stehen und Sitzen, gescheige denn Laufen, Gehen oder Liegen.
- Müde sein macht keinen Spass.

Fazit: 3 Frauen in 3 Ländern, 3 Städten, 3 Jugendherbergen, mit 3 Sprachen, 3 Währungen, und das in 7 Tagen. Immer gutes Essen, immer gute Laune, immer einigermassen gutes Wetter. 

Bald gibt's Neues - nun sind wir zu viert in westlichen Gefilden unterwegs.

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