Leben wir durch Fragen?
Ich meine, egal welchen Blog man liest, früher oder später trifft man auf Einträge, die nur so überlaufen vor Fragen. Egal welchen Film man schaut, welches Buch man liest, welches Gespräch man führt. Überall tauchen Fragen auf, und kaum ist eine beantwortet, hat man schon zehn weitere im Kopf. Immer wieder muss man nach Antworten suchen. In der Schule, bei Quiz-Shows, im Leben. Antworten zu wissenschaftlichen Fragen, zu meinem Innenleben, also zu Gefühlen, Empfindungen, Gedanken, Meinungsfragen. Antworten. Aber wenn jede Antwort so viele neue Fragen aufwirft, müssten wir dann nicht irgendwann in Fragezeichen ersticken? Weshalb tun wir uns das an? Ist das nicht masochistisch - Fragen stellen, wenn wir ganz genau wissen, dass wir viele Antworten niemals finden werden? Ausserdem, was genau ist an Fragen so interessant? Das "nicht wissen", das Unbekannte, das Geheimnisvolle? Oder die Herausforderung, etwas herauszufinden?
So oft haben wir keine Antworten und stellen deshalb Fragen. Und so oft machen wir all unser Glück von einer einzigen Antwort abhängig.
Das ist doch irgendwie komisch, nicht?