Manchmal schaut man jemanden an und kann ganz genau spüren oder sehen, dass es der Person nicht gut geht. Beziehungsweise dass es der Person schlecht geht. "Nicht gut" ist es ja schnell einmal. Aber schlecht, das sollte nicht sein. Man würde dann gerne helfen, wäre gern da für die Person, würde gerne Ratschläge und Tipps geben oder einfach nur zuhören. Aber manchmal ist es einfach nicht die Zeit dafür. Weil es der falsche Ort ist, weil es das falsche Thema ist, weil die falsche Stimmung herrscht oder weil man den Menschen schlicht und ergreifend zu wenig kennt, um mit ihm über solche Dinge zu reden. In solchen Momenten wäre man am besten "everybody's-best-friend", denn dann hätte man die Berechtigung, nachzufragen, wieso es denn nicht gut geht. Dann hätte man die Berechtigung, helfen zu wollen und zu können. Aber so sitzt man einfach nur daneben, denkt sich seinen Teil und überlässt die Person den "Wellen und Wogen des Lebens".
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