Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur. ... Oscar Wilde



Sonntag, 9. Januar 2011

Die Erkenntnis

Der Knoten ist geplatzt, ich habe es jetzt verstanden.
Ich darf tanzen und singen, ich darf hüpfen und springen, ich darf Spanisch sprechen, obwohl ich das gar nicht kann, und ich darf Cremeschnitten kaufen, obwohl ich die gar nicht mag. Ich darf Jiu Jitsu machen, obwohl ich gar nicht weiss, was das ist, und ich darf Polo spielen, obwohl ich die Regeln nicht kenne. Ich darf die Sonne geniessen und den Regen schön finden, ich darf danke und bitte sagen wie auch Hallo und Tschüss, ich darf nach 12 heim kommen und vor 9 wieder gehen, ich darf aber auch einen Tag im Bett liegen und bis 3 Uhr nachts alte Filme anschauen. Ich brauche keine Probleme da zu sehen, wo keine sind, und ich darf auch einfach so mal glücklich sein. Ich brauche mich nicht um die ganze Welt zu kümmern, ich brauche mich nicht zu fragen, ob ich wohl genüge oder ob ich nur eine Last bin. Ich brauche keine Angst vor irgendwas zu haben, nicht vor der Zukunft und nicht vor der Welt da draussen. Ich brauche mich nicht zu verstellen oder für etwas oder jemanden zu opfern. Ich darf und kann; ich brauche und muss nicht. Das ist weder egoistisch, noch faul, selbstgerecht oder eingebildet. Das ist einfach nur gesund.
Du liebst mich. Du hast mich angenommen. Du hast mich gemacht, wie ich bin.
Und ich bin gut so.

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