Würde ich Englisch reden, würde ich sagen: "Wow, strange!" Hättest du dasselbe erlebt wie ich heute morgen, würdest du mir zustimmen. Ich verliess nämlich das Haus und hatte innerhalb der nächsten neun Minuten drei merkwürdige Begegnungen.
Nr. 1: Ich rannte zur Bushaltestelle, der Bus fuhr ab, ohne mich, und ich lief zurück zur Wohnung, um das Fahrrad zu nehmen. Ein Mann, der in der gleichen Richtung unterwegs war, hatte das Gefühl, er müsse mich aufbauen.
"Sie können auch den und den Bus nehmen und dort und dort umsteigen und dann..."
"Danke, ich nehm das Fahrrad."
"Regen Sie sich nicht auf, es gibt schlimmere Dinge im Leben."
"Äääh...ich rege mich nicht auf?! Ich sollte vielleicht einfach pünktlich gehen, dann würde ich den Bus nicht immer verpassen."
"Ah ja, das stimmt natürlich. Schönen Tag wünsche ich Ihnen."
Nr. 2: Ich entschied mich doch gegen das Fahrrad, machte rechtsum kehrt und ging zurück zur Bushaltestelle. Da kam ein Bus aus der entgegengesetzten Richtung angefahren. Weil ich ja sowieso nur warten musste, guckte ich in der Gegend umher, wie man das halt so macht. Anscheinend habe ich nicht sehr glücklich ausgesehen, denn der Busfahrer winkte mir zögerlich, mitleidig und irgendwie bedauernd zu. Es würde mich ja schon brennend interessieren, was er in diesem Moment dachte...
Nr. 3: Ich stand immer noch an der Bushaltestelle. Da kommt ein Mann, hält mir eine Karte unter die Nase (also ja, "Karte"... Google Maps, ausgedruckt) und sagt: "Da muss ich hin." Mit "da" meinte er, glaube ich, das rot eingekreiste Gebäude. Ich schickte ihn irgendwo lang, ich hoffe, er kam irgendwann an...aber wer fragt schon jemanden, der erst zwei Wochen in dieser Stadt wohnt?
Drei Männer, drei "Gespräche", drei mal drei Minuten am 2. Februar.
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