Die Frage nach dem Warum. Ich persönlich habe sie mir weitgehend verboten. Früher war es meine Lieblingsfrage: Warum fallen die Wolken nicht vom Himmel? Warum wissen auch Erwachsene nicht alles? Und warum hat man manche Menschen lieber als andere? Doch mit der Zeit musste ich feststellen, dass mir niemand befriedigende Antworten auf das Warum geben konnte. Das kann wirklich sehr deprimierend sein - man sucht etwas, investiert viel Zeit und Energie und heraus kommt - nichts.
Da tritt nun die Frage auf, ob das so einfach geht - man fragt nach dem Warum, bekommt keine Antwort und ignoriert es deshalb, lässt es aus, streicht es. Wenn man also träumt, sich die Träume aber nie erfüllen (oder zumindest nicht so, wie wir es uns erhofft hatten), sollten wir dann einfach aufhören zu träumen? Oder wenn ich mein Osternest nicht finde, sollte ich dann einfach aufhören zu suchen und das Osterfest ignorieren? (Nur schon wegen der freien Tage - Karfreitag und Ostermontag - wäre das ja schade.)
Doch andererseits: Wenn ich immer etwas hinterher renne, das ich niemals bekommen kann; wenn ich die Antwort, die Lösung manchmal schon fast berühren kann und doch nie ganz, sollte ich dann trotzdem noch weitermachen? Oder anders gesagt, wenn mein Wissenshunger immer ungestillt bleiben wird, sollte ich trotzdem noch Menükarten und Kochbücher angucken? Wo ich doch genau weiss, egal was ich bestelle, egal was ich mir koche, es wird mich niemals zufrieden stellen, es wird mich niemals satt machen.
Ich glaube, da beschränke ich mich doch einfach auf ein Gericht, von dem ich weiss, dass es mir einigermassen schmeckt. Auf eine einzige Frage, von der ich die Antwort zu kennen glaube.
"Warum warum warum,
ist die Banane krumm?"
"Weil niemand in den Urwald zog
und die Banane gerade bog!"
Reicht doch, oder?
Es reicht vollkommen aus und doch bleibt das Warum im Raum hängen, irgendwie ist es doch immer da.
AntwortenLöschenEs gibt doch den Spruch mit wo kämen wir hin, wenn alle sagten wo wir hin kämen, wenn wir gingen. Aber niemand geht umzusehen, wo wir hin kämen, wenn wir gehen würden. Irgendwie ist doch das dasselbe mit dem Wissen, dem Warum, es gibt auch durchaus gute Aspekete, was wäre denn, wenn niemand mehr warum sagen bzw fragen würde. Stell dir nur mal die ganze Forschung in der Medizin vor. Viele Medikante wären nicht entwickelt worde, viele geheilte Menschen wären gestorben, viele hätten ehr gelitten. Verstehst du, was ich meine? Ich bin den Leuten dankbar, die dem Warum in Sachen Krebs nachgegangen sind, sie retten nämlich leben. Und dann lohnt sich das Warum oder?
Andernseits versteh ich auch, dass es manchmal zu viel warum ist, vielleicht auch unnötige Warums, ich möchte ja selber immer alles ganz genau wissen (aber das weisst du ja bereits :)), aber ich habe gelernt, dass es irgendwo ein Punkt des Unerklärlichen gibt, wo nur noch Spekulationen entstehen, aber keine Antworten, wo interpretiert wird, und eben auch falsch interpretiert wird.
So und zum Schluss möcht ich mich für diesen Schreibanfall entschuldigen!
oh und was ich noch sagen wollte, die Banane ist krumm, weil sie der Sonne nachwächst und so über die anderen Bananen hinweg wachsen muss :p
AntwortenLöschen(das gehört in meine Katergorie unnützes Allgemeinwissen :))