Schweden. Endlich. Das 6. Land, die 6. Sprache, die 6. Stadt, die 6. Währung und die 6. Jugi. Nach so viel Neuem fühle ich mich hier doch irgendwie das erste Mal ein bisschen wie ich mir "Zuhause" vorstelle. Was Schweden so zu bieten hat? Wieder einmal Stichworte, wild durcheinander.
- Schöne, geräumige Züge
- Atemberaubende Natur (Wald, Tiere, Seen...)
- Eine Nacht bei einem echten Schweden und ein Abend mit einer Halbschwedin in Stockholm. So kommt man auch zu Insidertipps, die dann natürlich alle mit meiner neuen Reisebegleitung ausprobiert wurden: Zwei (SUPER LECKERE!) Vegi-Restaurants (eins davon mit Blick auf die Skyline Stockholms, dazu ist das Restaurantmotto "Give Peace a Chance" - schön, nicht?), Panoramastrassen, eine grüne Insel mitten in Stockholm (Djurgården heisst sie, darauf sind ein Tierpark und Bonzenvillen. Wie schön ist doch die Natur nach so viel Stadt), und und und
- PowerNaps sind effektiv und belebend
- Gamla stan (die Altstadt) ist so schön wie eh und je. Das Eis ist gut, die Kaffes einladend und abends wird man im Irish Pub von Engländern bedient (und Schweizer bezahlen - aus Nationalgefühl oder wieso auch immer).
- Strassenkünstler en masse. Die waren ja schon auf der ganzen Reise anzutreffen, aber hier gibt es "Hang"-Spieler (eine Blechschüssel aus der Schweiz, klingt einfach wunderschön), Fingermaler (ein Bild wie ich es in 100 Jahren nicht malen könnte malt der in 5 Minuten mit den FINGERN!!), Schmuck aus Gabeln, Musiker, deren Instrument halbvolle Wassergläser sind... Da kriegt man ja glatt Komplexe.
- Es bleibt länger hell hier - und wenn die Sonne dann endlich verschwindet, tut sie das nur mit atemberaubenden Farben.
- Man sieht viele Frauen in Militärkleidung oder in der Palastwache (das Hostel ist direkt neben dem königlichen Palast...jaja!). Emanzipation finde ich ja gut, aber müssen dafür Frauen ins Militär?
- heiss, Sonne, Regen, Wasser, Inseln, Touristen
- Asiaten überfielen uns mit Kameras - wir werden also grinsend und posierend in irgendwelchen Fotobüchern auf der anderen Seite der Welt kleben. Toll.
- Ich weiss doch noch einiges vom Besuch im letzten Jahr, was mich doch ein ganz kleines bisschen stolz macht (geografisch und sprachlich gesehen). Ausserdem geniesse ich das Grossstadtleben, aber ich freue mich auch auf den Bauernhofalltag. Die Vielfalt der Menschen erschlägt mich in den Städten immer schier. Mit wie vielen würde ich mich wohl gut verstehen? Mit wem könnte ich diskutieren, mit wie vielen hätte ich Spass, wem hätte ich gar nichts zu sagen und bei wie vielen würde ich mich wohl fühlen?
- Der ganze Schlafsaal stellt den Wecker auf 8 Uhr - und steht doch nicht vor 9 auf. Wir inklusive, PowerNap am Nachmittag hin oder her.
- Die Schwedische Bahn hat genau EIN Bahnreisezentrum in Stockholm (für Infos und Tickets etc.). Es dauert eine EWIGKEIT, bis man dran kommt. Ein riesiges Dankeschön an die SBB - auch wenn sie die Preise ständig erhöhen und mir immer noch kein GA geschenkt haben, obwohl ich ihre Angebote fleissig nutze und seit 8 Jahren an sämtlichen Wettbewerben mitmache, bei denen man eins gewinnen kann.
- Städte machen müde. (Das merkt man vielleicht auch an diesem extrem unstrukturiertem Bericht.)
Wie auch immer, morgen geht´s auf nach Ramshyttan (www.ramshyttanhorsefarm.se), auf zur Arbeit, auf in die Natur, weg von der "zivilisierten Welt". Wir werden sehen, was die nächsten drei Wochen (eine davon mit Begleitung, zwei alleine) bringen werden.
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