Ich habe es satt, dieses c/o in meiner Anschrift. Seit einigen Jahren ist es da, manchmal nur gefühlt, meistens aber echt. c/o in Häusern, Zimmern, bei Familien, fremden Leuten. Immer c/o. Bei. Zu Gast. Auf Zeit. Ich will kein c/o sein. Wenn ich meinen Absender auf einen Brief schreibe, möchte ich vier Linien haben. Name, Strasse, Ortschaft, Land. Und nicht noch ein c/o und das Ablaufdatum dieser Adresse.
Ausserdem habe ich es satt, meinen Facebookstatus mit "V. H. packt" zu füttern. Packt aus. Kommt heim. Stellt den Koffer in die Ecke. Ja. Aber nicht schon wieder packen, auspacken, einpacken, umpacken, aufhängen, abhängen, kennen lernen und so weiter. V.H. lässt sich nieder.
Ausserdem habe ich es satt, meinen Facebookstatus mit "V. H. packt" zu füttern. Packt aus. Kommt heim. Stellt den Koffer in die Ecke. Ja. Aber nicht schon wieder packen, auspacken, einpacken, umpacken, aufhängen, abhängen, kennen lernen und so weiter. V.H. lässt sich nieder.
Bald gehts nämlich auf an den ersten Ort seit langem, an dem ich definitiv aupacke. Wo es kein geschriebenes c/o gibt. Hoffentlich gibt es dort auch kein gefühltes c/o. Mein Name steht schon auf dem Briefkasten. Er bleibt hoffentlich für eine Weile da. Und auf dem Estrich ist genug Platz für Koffer und Kisten, die sich einstauben lassen können. Ich bin bereit.
Mein Zuhause. Mein. Zuhause.
Mein Zuhause. Mein. Zuhause.
Das hört sich sehr schön an: "Mein Zuhause". Ich hoffe für dich, dass es das wird. Vielleicht darf ich ja mal bei dir als c/o vorbeikommen?
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