Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur. ... Oscar Wilde



Mittwoch, 13. Juli 2011

Wattwil - Rückblick und Ausblick kurz vor dem Aufbruch

Die letzten und die nächsten Monate in Stichworten. Kein Problem.

Februar / März / April / Mai:
- reges anzeiger-Leben: Interviews, Geschichten, Filmkritiken, Büroalltag mit viel Dessert und ein paar kleinen Reibereien, Werbetexte und ein "tränenreicher Abschied"
Fazit: viel gelernt, viel erlebt, viel verdient (Quatsch, aber es reicht für den Juli / August / September - siehe unten)

- reges WG-Leben: kochen, putzen, quatschen, feiern, sein - und Ende Mai leider ausziehen. Dafür aber wieder einziehen in das schönste Haus von ganz Wattwil, dessen Bewohner auf eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn gehen.

Juni:
- reges Single-Haushalt-Leben: ein Haus hüten macht viel Arbeit - und viel Spass. Viel Besuch, der bekocht werden darf (nicht alles schmeckt, aber wen interessiert das schon?), viel Zeit für mich, viel Zeit zum ordnen, entspannen, ausschlafen, sein. Und sich umgewöhnen - von der WG zum alleine wohnen, von der Stadt zum Dorf, vom geregelten Arbeitsalltag zur selbstständigen Arbeitseinteilung...

- reges Sammeln und Organisieren: Der gesamte Juni zielt auf das erste Juliwochenende hin. Dann fand das Wattwiler Fest statt, an dem dieses Jahr auch ein "Glücksmomentestand" vertreten war. Die Leute wurden angehalten, uns ihren persönlichen Glücksmoment mitzuteilen. Alle Momente wurden auf Zetteln gesammelt und dann per Helium-Ballon in den Himmel entlassen. Was da nicht alles zusammenkam...
Die Vorbereitungen waren sehr stressig, aber dank zahlreicher Helfer klappte dann doch alles mehr oder weniger. Die Erinnerungen daran machen mich jedenfalls glücklich - und das ist doch schon einmal gut, oder? Ausserdem habe ich wieder einmal viel dabei gelernt.

- reges Pendeln: Zeitgleich zum Glücksstand fand auch das St. Galler Open Air statt. Das durfte natürlich nicht verpasst werden (die Bands waren spitze dieses Jahr!), also hiess es: rein in den Zug und pendeln zwischen Wattwil und St. Gallen. Es hat sich gelohnt, auch wenn die Kräfte am Sonntagabend, nach Openair und Glücksstand, noch nicht einmal mehr zum Zähne putzen reichten.

Juli:
- reges Packen und Wegschmeissen: Hab und Gut wollten und sollten verringert und in Kisten gepackt werden (natürlich per Nachtschicht), um dann nach Basel transportiert werden zu können. Dort stehen sie nun im dritten Stock (getränkt vom Schweiss von Papa und Bruder), in einem kleinen aber feinen Zimmerchen und warten auf den September. Und auf mich.
In Erinnerungen zu graben macht irgendwie traurig, melancholisch, nostalgisch, glücklich, nachdenklich, froh und auch vorfreudig. (Das Wort gibt es nicht? Jetzt schon.)
Übrigens: Wer eine Stadt kennen lernen will, sollte einfach eine WG suchen. Dank der Besichtigungen bin ich durch ganz Basel getourt. Und kenne nun ausserdem alle Arten von WG's: die Seriösen, die im Abfall versinkenden, die nie Zuhause seienden, die Kochbegeisterten, die Sauberen, die Lockeren (inklusive Hanfpflanze auf Balkon und wer weiss was noch auf der Dachterasse), die Verschlossenen, die Strebsamen, die Männer (ja, es gibt sie, die typischen Männer-WG's), die Frauen (wegen der Gleichberechtigung - es gibt auch die typischen Frauen-WG's) und und und. Highlight: Eine Badewanne mitten in der Küche.

- reges Packen zum Zweiten: Am Sonntag geht's los, zu dritt / zu viert werden wir zwei Wochen lang Europa unsicher machen. Per Interrail (d.h. mit dem Zug) geht es nach Budapest, Krakau, Prag, Hamburg, Kopenhagen und Stockholm.
WER REISETIPS (Was muss man gesehen haben, wo muss man gegessen haben, wo kann man schlafen und so weiter) LIEFERT, WIRD MIT EINER (ORIGINELLEN) POSTKARTE BELOHNT! LOS!!

August:
- Nach der sicherlich erlebnisreichen Europareise werde ich mich nochmals ganz dem Farmleben widmen. Ramshyttan ruft (siehe Rundmails, Ramshyttan, Oktober 2010), ich gehe für drei Wochen.
Danach ruft die Fiddlersfarm (siehe Rundmails, Fiddlersfarm / Spelmansgarden, September 2010), ich mache einen Kurzbesuch für eine Woche.

September:
- Und das Rufen hat kein Ende: cantacanti (Chor der Kanti Wattwil) ruft und ich eile, um sie beim Eurotreff 2011 in Wolfenbüttel und danach bei den Konzerten in Ahrensburg (Hamburg) zu unterstützen.

- Dann ruft nur noch eins: Basel, mein WG-Zimmer mit den immer noch vollen Kisten und mein Studium, dem ich mich ab Mitte September mit voller Aufmerksamkeit widmen werde.

Und sonst noch so:
- Im April durfte ich eine Woche mit zwei Freundinnen in Moskau verbringen. Zwei Tage als Touristinnen, den Rest als Taizé-Gast in der orthodoxen Kirche. Wir erlebten orthodoxe Ostern, eine russische Familie, das russische Grossstadtleben (Lost in Translation - Analphabet zu sein ist gar nicht schön) und einmal mehr die Freude und Kraft, die die Taizé-Gemeinschaft vermitteln kann. Und ich ass dort das beste Brot meines Lebens.

- Im Juni fanden in Appenzell Ballontage statt. Dank meiner Verbindung zum anzeiger durfte ich ganze 85 Minuten in einem Heissluftballon über Appenzell und dem Rheintal verbringen - morgens um 6, mit einem französischen Piloten, in einem schwarz-weissen Rennballon. Toll. Gemütlich, ruhig, schwebend, getragen, toll. Highlight. Fotos siehe Facebook.


- Fast hätte ich es vergessen: Im Mai stellte ich mich mehr oder weniger spontan einer (für mich sehr grossen) Herausforderung: dem Poetry Slam. Wer nicht weiss, was das ist: Laurin Buser - Poetry Slam (Andere gute Slammer sind Lara Stoll, Renato Kaiser oder Kilian Ziegler.) Ich hatte noch nie dermassen viel Adrenalin im Blut (das will was heissen, ich habe ja schon einige Auftritte hinter mir). Es hat sehr viel Spass gemacht, und ein ganz kleines Bisschen stolz bin ich auch. Die Zeit wird zeigen, ob es eine Wiederholung geben wir.

Ihr seht, ich bin voller Energie und Vorfreude für die nächsten zwei Monate. Es wurde auch langsam Zeit. Nichts gegen die Schweiz, gegen St. Gallen, gegen das Toggenburg, aber die grosse weite Welt und vor allem Schweden ruft. Und wenn jemand ruft, dann eile ich.

So, nun will der Rucksack gefunden und gepackt werden - was nimmt man nur mit auf eine zweimonatige Reise durch Städte, auf Farmen und zu einem Chorwettbewerb?

Montag, 11. Juli 2011

Wasser macht nass

Wie oft habe ich diesen Satz schon gehört: "Ich bin mir nicht sicher..."
Ständig bewegen wir uns durch die Gewässer der Unsicherheit. Wir sind uns nicht sicher, wann der Zug fährt, ob wir wollen, sollen, können, müssen oder dürfen; wir sind uns nicht sicher, wo der Weg langgeht und ob unser Outfit gut aussieht. Wir sind uns nicht sicher, ob vor uns eine Kastanie oder ein Ahorn steht und ob dahinten eine Scheune oder ein Mehrfamilienhaus gebaut wird. Wir sind uns nicht sicher, ob uns unser Job gefällt und was wir mit unserem Leben anstellen sollen. 
Aber bei manchen Dingen ist man sich sicher. Darf man sich sicher sein. Die Sonne wird auch morgen wieder aufgehen. Ich bin mir sicher. Wenn ich meine Hand unters Wasser halte, ist sie nass. Ich bin mir sicher. Schokolade schmeckt mir und Erinnerungen sagen nie die Wahrheit. Ich bin mir sicher. Ich habe dich gern. Ich bin mir sicher.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Was andere sagten

Leo Tolstoi sagte kluge Sachen:
"Denke immer daran, dass es nur eine wichtige Zeit gibt: Heute. Hier. Jetzt."

Oder auch Christian Morgenstern:
"Alles, was man mit Liebe betrachtet, ist schön."

Oder, um nochmal auf die Glücksmomente zurückzukommen:
"Deine erste Pflicht ist, dich selbst glücklich zu machen. Bist du glücklich, so machst du auch andere glücklich."
Das hat Ludwig A. Feuerbach gesagt - darüber lässt sich streiten, finde ich.

Züglete und anderes.

Umbruch.
Altes wird zu Neuem.
Wegwerfen.
Kriegen.
Schenken.
Entdecken.
Staunen.
Finden.
Suchen.
Entscheiden.

Dienstag, 5. Juli 2011

Einfach so

Zum letzten Mal Glücksmomente

Da wir das ganze Wochenende Glücksmomente gesammelt haben, kommen hier nun noch ein paar meiner Glücksmomente.

Ein Glücksmoment ist für mich, ...

... wenn ich die Sonnenstrahlen sehen kann - durch die Wolken, durch die Bäume...
... wenn ich sehen kann, wie "dLiebi überegumpet".
... wenn meine kalten Füsse wieder warm werden.
... wenn ich grossen Hunger habe und etwas esse, das ich sehr gerne habe - es schmeckt noch viel viel besser, ehrlich!
... bei Sonnenschein im Schatten zu sein, gute Musik und Seifenblasen dazu.
... ein ehrliches Kompliment im richtigen Moment.
... ein netter Busfahrer, der noch auf mich wartet.
... wenn ich mich nützlich machen kann und gebraucht werde. Und wenn ich diesen Job dann auch noch gut und gerne mache.
... bei einem Fest in einer Ecke zu sitzen und den anderen zuzugucken.
... wenn der Himmel mal wieder so unbeschreiblich schön ist.
... eine gemeinsame Erinnerung.
... eine Sonnenblume.
... wenn ich Musik mache. Und ich finde, dass es gut klingt.
... wenn sich im Sommer eine Spannung aufbaut und dann in einem Sommergewitter entlädt.
... zwei Minuten rumzusitzen.

Puh, das könnte endlos werden.

Und was ist / sind deiner / deine?

Montag, 4. Juli 2011

Glück

Was mich dieses Wochenende glücklich gemacht hat:

- die Musik: ja, auch.
- das Essen: ja, auch.
- das Wetter: ja, auch. Ehrlich.
- der Kaffee am Sonntag Nacht, die Trauben im Zug: ja, auch.
- Gummistiefel, Small-Talk, zechele und doch nichts sehen: ja, auch.
- der Stand voller Glücksmomente: ja, auch.
- die Menschen: JA! JAJAJA!

Dienstag, 28. Juni 2011

Superwoman?

I know what I've been told
You gotta work to feed the soul
But I can't do this all on my own
No, I know I'm no Superman
I'm no Superman

Montag, 27. Juni 2011

Nikon D3100


Ships are launching from my chest
Some have names but most do not
If you find one, please let me know what piece I've lost


Das Lied hatte ich zwar schonmal, aber es ist einfach zu schön, als dass ein Post reichen würde.

Samstag, 25. Juni 2011

Ferienfieber?

Auf Facebook gibt es nun eine weitere Gruppe.
"Summerferie!" heisst sie. Es ist eine öffentliche Veranstaltung, erstellt von Reto Schäfler, von Donnerstag, 7. Juli um 18 Uhr bis 14. August, 21 Uhr. Ort: überall. Und ich soll nun entscheiden: Nehme ich teil, nehme ich vielleicht teil oder "Nein"? Hm. Währendem ich noch überlege, ob ich mich an dieser öffentlichen Veranstaltung blicken lassen möchte, schleicht sich ein hämischer Gedanke in mein Bewusstsein: "Haha, du hast gar keine Ferien! Du darfst nicht mitmachen bei dieser öffentlichen Veranstaltung überall, haha. Du bist ein Nichts! Nur Schüler, Studenten, Lehrlinge und Berufsleute haben Ferien. Aber du, du bist nichts von all dem, ergo hast du auch keine Ferien und darfst nicht vom 7. Juli um 18 Uhr bis zum 14. August um 21 Uhr überall auf der öffentlichen Veranstaltung mitfeiern. Hahaha. Das kommt davon."
Na sowas. Darf ich jetzt wirklich nicht mitmachen? Oder darf ich trotzdem an "Summerferie!" teilnehmen, auch wenn ich das gesamte letzte Jahr "Ferien" hatte? Zählt die freie Zeit vor dem Studienbeginn nicht auch als "Ferien"? Ich will doch wie die 6'810 Menschen vor mir auch "Ich nehme teil" drücken können. Oder wenigstens "Vielleicht", dann würde ich als 247. Person unter "Teilnahme unsicher" aufgeführt werden. Vielleicht geht es denen allen so wie mir, deshalb wissen sie noch nicht, ob sie Ferien haben oder nicht. Beziehungsweise ob sie sich zu den Feriern (Menschen, die Ferien haben) zählen dürfen oder nicht. Aber so bin ich eine der 472 ausstehenden Antworten, und meiner inneren Stimme nach müsste ich mich ja wohl oder übel den 803 Absagern anschliessen. Wie traurig. Keine Sommerferien dieses Jahr für mich. Dabei freue ich mich doch so auf die grosse Reise. Sie wird sicher nur halb so toll, weil sie nicht unter dem Titel "Summerferi!" läuft. Tja. Mit dem muss ich wohl leben.
Zum Glück ist das alles nur hypothetisch. Denn zum Glück hat mich (noch) niemand gefragt, ob ich an der öffentlichen Veranstaltung "Summerferi!" teilnehmen möchte. Auf das es so bleiben möge.

Most beautiful declaration of love ever.


Son
I'm not going anywhere
Even if I am not there
Right now

Son
In your darkest nights
Even through your hardest fights
I'll be there
For you

And if you're losing hope
Even if you lose your mind
You'll be fine

'Cause son
I'm not going anywhere
Even if I am not there
Right now

I know I'm not that easy to be around
But mothers to sons are forever bound
Like the feathers on the bricks
I know when it hurts

We almost lost it all
But I will catch you if you fall
And there ain't nothing I won't do
I'll go through fire in dash for you

Son
I hope some day you'll see
You're so precious to me

And if you're losing faith
I will be there to embrace
Your heart

Son
I'll be waiting here for you
To see your dreams come true

Son
I will always be around
'til what's lost have been found
You're precious to me

Freitag, 24. Juni 2011

sFüferli und sWeggeli

Oh doch, ich glaube, dass man manchmal alles haben kann.

Zwei Vorspiele, die zur selben Zeit sind, anhören gehen.
Auf drei Feiern gleichzeitig tanzen.
Freiheit und Geborgenheit, Sicherheit.
Kaffee und Tee.
Spass und Erfolg.
Sonne und Wolken.
Schoggiglacé und Cookies.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Ballone und so.

The Shins - Australia (Sehr sehenswerter Clip!)
I felt like I could just fly
But nothing happend every time I tried
So give me your hand and let's jump out of the window

Children don't stop dancing
Believe you can fly
Away

I'm six feet from the edge
And I'm thinking
Maybe six feet ain't so far down

It's all about
...

If I talk real slowly
If I try real hard
To make my point dear,
That you have my heart.
Here I go.
I'll tell you,
What you already know.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Zugluft

Ein Sturm fegt übers Land. Orkanartige Böen fegen über die Häuser. Es blitzt. Die Bäume biegen sich, Zweige und Äste brechen ab. Blumen knicken ab, Töpfe zerspringen, Stühle fallen um. Alles, was nicht niet- und nagelfest ist, fliegt davon. Die Menschen verkriechen sich in ihren Häusern, von denen sie sich erhoffen, dass sie ihnen Sicherheit bieten. Die Fensterläden schlagen gegen die Hauswand, der Putz bröckelt ab. Eine Tür schlägt zu, Zugluft. Die Strassen sind ausgestorben, die Stadt ist menschenleer. Alles, was nicht niet- und nagelfest ist, fliegt davon. Sehr viele Menschen antworten auf die Frage "Was würdest du gerne können?" mit "Fliegen!". Wieso also ist niemand draussen? Ich öffne die Tür und trete nach draussen. Die Spannung in der Luft ist unglaublich. Ich trete auf die Strasse, eine Böe zupft an mir, zieht, Zugluft, und ich lasse los. Sie ergreift mich vollends, ich fliege, werde getragen. Ich lasse alles hinter mir, zusammen mit der Böe. Ende.

Wasserglas

Manchmal, da bist du voller Fragen. Willst wissen, wohin die Reise gehen wird, was sie wohl bringt, wem du begegnen wirst. Manchmal, da willst du alles. Jetzt und sofort. Und manchmal, da willst du sogar noch mehr. Manchmal, da bist du neugierig, willst entdecken, erleben, erfahren. Da willst du spüren, Freud und Leid, Schmerz und Heilung. Du willst leben.

Aber manchmal, da ist dir auch alles egal. Da bist du die Gleichgültigkeit in Person, teilnahmslos, emotionslos, ohne Interesse an deiner Umwelt und deinen Mitmenschen. In diesen Zeiten bist du nicht gerade entscheidungsfreudig. Ist ja sowieso alles egal. Total egal. Alles.

Einpendeln tut sich das nie. Hauptsache, du findest immer noch den Weg zurück.

Vielleicht ist man so, wie man das Glas sieht. Halb voll oder halb leer.

Dienstag, 21. Juni 2011

Open your eyes, close your ears.

This world is full of strangers this world is full of hypocrites.
Live how you think not by what you've been told.
- Justin Nozuka -

Montag, 20. Juni 2011

Are the best things in life truly free?

Do you want a lover, or do you want a life?
One hand or the other, the butter or the bread knife?
Do you choose winter, spring, summer or fall?
It's driving me crazy that I can't have it all.

Sonntag, 19. Juni 2011

C'est ça!

Wir haben die Lösung.
Wir haben die Lösung für das Energieproblem gefunden. Ohne Witz.
Die Menschheit wächst an, braucht immer mehr Energie, will gleichzeitig aber AKW's reduzieren. Woher aber soll dann die Energie kommen?

Wir, drei junge bis sehr junge Frauen, haben an einem wettertechnisch ungewöhnlichem Sonntagmorgen, der eigentlich schon Mittag war, zeitlich gesehen, es war nämlich schon nach eins, jedenfalls haben wir an diesem Tag in einem normal besonderem oder besonders normalem Haus im Toggenburg, genauer genommen im Eingangsbereich dieses Hauses, zwischen Ballerinas, nassen Turnschuhen, ich war nämlich vor diesem Ereignis Fussball spielen, als es plötzlich anfing, Katzen und Hunde zu regnen, ja, genau, Katzen und Hunde, it was raining cats and dogs, wieso sollte das denn nur in englischsprachigen Gebieten möglich sein?; also, zwischen Ballerinas, den durchnässten Turnschuhen und Puschelhausschuhen zufälligerweise die Lösung gefunden. Sie lag einfach so herum. Und wir sind drüber gestolpert. Ja, man kann zu dritt stolpern. "Akkordstolpern" sozusagen.

Also zurück zur Lösung, die ihr alle erfahren sollt, denn wenn nur wir sie wissen, bringt sie ja nichts und ist demnach keine Lösung. Eine Lösung sollte nämlich immer weiterhelfen. Hier kommt also unsere grandiose Idee, die wir oder die uns gefunden haben oder hat:

Glatzen.
Wir rasieren uns alle eine Glatze. Denn die Energie, die der Rasierer dafür benötigt, ist minimal im Gegensatz zu der Energie, die ein Mensch mit Glatze einsparen kann:

1. Glatzen brauchen beim Duschen weniger Wasser.

2. Glatzen brauchen beim Duschen weniger (oder gar kein?) Shampoo.

3. Glatzen brauchen keine Föne.

4. Glatzen brauchen keine Bürsten, die deshalb nicht gekauft, nicht importiert, nicht hergestellt werden müssen. Das mit den Arbeitsplätzen wäre problematisch, aber hier geht's ja um Energie.

5. Glatzen wollen mit schönen Tüchern oder Mützen bedeckt werden. Auch im Haus. Das heisst auch, dass man weniger heizen muss.

6. Glatzen sparen Zeit (vgl. Punkte 1-5). Diese könnte genutzt werden, um mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, mit Glatze wäre man aus aerodynamischen Gründen sogar richtig schnell, oder man könnte einen Kompost anlegen. Für sowas muss man nur der Stadtabfallentsorgung ein Mail schreiben. Die leiten einen dann weiter, und nach ein paar freundlichen Mailwechseln ist man dann schliesslich bei IHM angelangt. Beim persönlichen Kompostberater. Dieser macht einen dann zum Mitglied des Kompostiervereins des jeweiligen Quartiers und weist einen in sämtliche Geheimnisse des Kompostierens ein. Das wäre doch sinnvoll genutzte Zeit.
Ausserdem ist Zeit Geld, gesparte Zeit gespartes Geld und gespartes Geld könnte in Solarzellen oder eine Wärmepumpe umgewandelt werden.

7. Glatzen vermeiden Neid. Vermutlich würden wir nach einer Weile anfangen, uns um die Kopfform des jeweils anderen zu beneiden. Aber zumindest zu Beginn wären Probleme wie "Ich habe einen Bad-Hair-Day" oder "Was für eine Frisur soll ich nur machen?" (Oh, genau, Haarschmuck bräuchte man auch nicht mehr, Vgl. Punkt 4) oder "Du hast die Haare schön!" (Die Musikindustrie würde sich schon erholen) schlichtweg nicht mehr vorhanden, weshalb diese Energie in andere Projekte fliessen könnte. Auch für Männer fortgeschrittenen Alters, also so um die 25, die sich Sorgen um ihre sich verflüchtigende Kopfbehaarung machen, wären "Glatzen für alle" die Lösung. Sie müssten kein Haarwuchsmittel kaufen, ihr verbliebenen drei Strähnen nicht jeden Morgen eine halbe Stunde lang zurecht legen und mit Haarspray festpappen. Ganz abgesehen von der Energie, die durch die nicht mehr vorhandenen Sorgen (Ich hab Angst, meine Haar fallen aus!) gewonnen werden könnte.

Sicherlich gibt es noch ein paar weitere Energiesparmöglichkeiten im Zusammenhang mit Glatzen. Aber die grundsätzliche Aussage ist klar: Glatzen sind extrem ökologisch.

Morgen reichen wir die Petition ein: "Nein zur Atomkraft, Ja zu den Glatzen!"

The Unbeliever


Light me up a Cigarette
And put it in my mouth
Your the only one that wants me around
And I can think of a thousand reasons why

I don't believe in you
I don't believe in you and I

Light me up a Cigarette
And put it in my mouth
Your the only one that wants me to die
And I can think of a thousand reasons why

I don't believe in you

I am not yours anymore
No I am not yours anymore.

Jump into your warm mobile and run away
Your always leaving me behind
And I can think of a thousand reasons why

I don't believe in you
I don't believe in you and I

I am not yours anymore
No I am not yours anymore
Anymore

Light me up a Cigarette
And put it in my mouth
Your the only one that wants me around
And I can think of a thousand reasons why

I don't believe in you
I don't believe in you and I

I am not yours anymore
I am not yours anymore
I am not yours anymore

Entfernungen

Manchen Menschen ist man näher, wenn man ganz weit voneinander entfernt ist.

Samstag, 18. Juni 2011

Der Schrei

Wie man ruft, so schallt's zurück.

Ruft man nicht, kommt auch nichts.
Ruft man nicht, kann nichts kommen.

Woher sollte auch irgend jemand wissen,
dass da noch was ist?

Also macht man wohl besser den Mund auf
und ruft.
So laut man kann.
Vielleicht wird man überhört.

Ziemlich sicher aber wird man gehört.
Und erhört.

Freitag, 17. Juni 2011

Kreatives Loch

Die geniale Idee ist gekommen - und wieder gegangen. Es scheint, als wäre sie niemals da gewesen. Wäre da nicht der bittere Geschmack des Verlusts auf der Zunge.

C'est moi

Ich steige in den falschen Zug. Ich bemerke es und bleibe aus Trotz sitzen, weil das eigentlich der richtige Zug sein sollte, laut Fahrplan. Falsch. Der richtige Zug wäre drei Minuten später auf dem gleichen Gleis abgefahren.

Ich traue mich nicht, "Wie bitte?" zu sagen, wenn ich etwas akustisch nicht verstanden habe. Stattdessen sage ich "Ja..." um dann zu merken, dass das Gegenüber eine Oder-Frage gestellt hat. "Bier oder Wein?" "Ja..." Ist mir egal, mit was ich mich betrinke. "SVP oder CVP?" "Ja..." Ist mittlerweile eh alles das Gleiche. "Das oder das?" "Ja..." Ist beides hässlich.

Ich kriege Panik, wenn sich jemand an mich erinnern kann, ich diese Person aber noch nie in meinem aktiven Leben gesehen habe. Blackout? Filmriss? Stalker? Doppelgänger?

Ich werde wütend, wenn ich einen Fleck nicht weg kriege. Dann schrubbe und schrubbe ich, und auch wenn ich ganz genau weiss, dass er nicht verschwinden wird, putze ich immer weiter. Am Schluss übermale ich ihn oder stelle etwas drauf. (Immer, wenn ich das Etwas wegnehme, geht das Ganze von vorne los.)

Ich wohne alleine. Ich warte darauf, dass jemand den Kompost leert und den Müll wegbringt. Ich warte. Der Müll bleibt. Ich wundere mich.

Ich rede stets in mehreren Erzählsträngen - sonst würden die Zuhörer ja noch einschlafen, oder? Und womöglich könnten sie, wenn es anders wäre, sogar verstehen, über was ich rede - das wäre ja was!

Und mit jedem einzelnen Ich im obigen Text ist mein schlechtes Gewissen gewachsen - und wächst weiter - weil es doch so viel Wichtigeres gäbe.

Dienstag, 14. Juni 2011

Weggetreten

Kann man bis zur Ohnmacht denken?
Weinen?
Trinken?
Lachen?
Laufen?

Man kann.

Sonntag, 12. Juni 2011

Namenlos

Wie nennt man das...

... wenn im Kino immer die Armlehne besetzt ist, und man immer dezent probiert, dem Nachbarn zu zeigen, dass er doch bitte seinen Arm wegnehmen soll, er es aber demonstrativ nicht bemerkt?

... was zwischen zwei Leuten steht, wenn beide wissen, dass man über etwas reden sollte, aber niemand anfängt?

... wenn man von einer Fliege genervt wird und diese typische Handbewegung (*scheuch scheuch*) macht?

... wenn man kurz vor dem Einschlafen ist, aber eigentlich wachbleiben will und die Augenlider immer wieder zufallen und der Kopf auf die Schulter sinkt - und wieder hochzuckt?

... wenn man alle zwei Minuten seinen Posteingang checkt um nachzusehen, ob ER geschrieben hat?

... wenn man schlafen will aber nicht kann - und noch dazu todmüde ist?

... wenn man ständig das Handy in der Hosentasche vibrieren spürt - dabei hat man entweder kein SMS bekommen, oder man hat das Handy auf lautlos und ohne Vibrieren, oder das Handy ist gar nicht in der Hosentasche oder...?

... wenn sich im Zug zuerst jemand ans Fenster setzt, der Nächste schräg gegenüber, der Dritte dann neben den am Fenster - und schlussendlich ist nur noch ein Platz am Fenster frei, auf den sich aber niemand setzten kann, weil er durch die beiden am Gang sitzenden Fahrgäste versperrt wird?

... wenn im Kino immer ein Platz zwischen zwei Gruppen leer bleibt: Pärchen - freier Platz - Familie - freier Platz - Mädchengruppe - freier Platz...?

... wenn man etwas sagen will, es vergisst, aber es doch irgendwie noch auf der Zunge liegt - nur eben nicht ganz?

Wieso haben wir so viele Worte und doch sind es nie genug? Wieso werden sie so oft verschwenderisch eingesetzt, und dann wieder zu sparsam?

Afro-Pfingsten

Farben
Essen
Menschen
Trommeln
Afrika
weisse Zähne schwarze Haut
viel Essen
Lachen
Kinder
Austausch
noch mehr Essen
Tücher, Schals, Taschen, Ketten
Erschöpfung
schon wieder Essen
Fest
Musik
Freude
Sorglosigkeit
Vielfalt

bankrott

Samstag, 11. Juni 2011

Menschenstudie

Wenn Menschen ganz fasziniert aus dem Fenster gucken,
obwohl der Zug durch einen Tunnel fährt.

Wenn Menschen zur Musik aus den Kopfhörern in ihren Ohren wippen, obwohl der Stecker lose herum baumelt.

Wenn Menschen schlafen, obwohl man sehen kann,
wie sie aufmerksam das Gespräch verfolgen.

Wenn Menschen sagen "Sorry, hab kein Geld mehr drauf" und im nächsten Moment jemanden anrufen.

Wenn Menschen sagen "Bin übelst im Stress" und sie fünf Minuten später im nächsten Cafe sitzen, ganz entspannt.

Wenn Menschen sagen "Hallo, wie geht's dir?" und sie dabei ein SMS schreiben und über die Menschenmenge blicken.

Wenn Menschen sagen "Schön dich zu sehen!" und sie gleichzeitig nach einer Fluchtmöglichkeit Ausschau halten.

Wenn Menschen sagen "Ja, ich melde mich ganz sicher" und du schon weisst, dass du nie wieder von ihnen hören wirst.

Dann sind sie genau wie du. Dann lügen sie. Dann biegen sie sich die Welt zurecht.

Freitag, 10. Juni 2011

Der Ja-Sager

"Kannst du auch Nein sagen?"
"Ja."
"Na dann sag mal!"
"Nein."
"Wieso denn nicht?"
"..."

Püühü.

Mittwoch, 8. Juni 2011

C'est qui?

Der falsche Zug,
das falsche Tram,
der falsche Mann.

Geplatzter Joghurt in der Tasche,
erdrückt von zu viel Liebe.
                                                                                           Sich schön fühlen
- ausnahmsweise - 
aber der Spiegel zerbricht beim Reingucken.

Im unangenehmen Teil vom Monat vergessen,
keine weisse Hose anzuziehen.

Chaotisch, aber gereizt von Schranktüren,
die nicht ganz zugehen.

Sich im Kreis drehen,
immer und immer wieder,
aber von Karussells kotzen.

Die Latte hoch legen,
zu hoch,
und sich ärgern, wenn sie runterfällt.

Beim Putzen mehr dreckig machen
Beim Trösten mehr zerstören
Beim Leben mehr töten

Auf Fotos immer die Augen zu haben
und auch sonst
nicht über den Tellerrand gucken.

Kopfstehen
aber alle Löffelchen
müssen in eine Richtung gucken.

Ein Kabel zum darüber stolpern
Ein Laternenpfahl zum dagegen laufen
Ein Baum zum darauf klettern

Der Fleck
muss weg.

Zu viel trinken
und nie wissen,
wo die Toilette ist.

Immer laut,
nur wenn's drum geht,
still.

How do you tell an angel that you don't believe in God?



I'm wishing the bath water clean
She hides in the back and is unseen
I take off the mask that surrounds me
Look me in the face
What do you see
I feel like a boy the age of 13
My body grows up 
But my mind stays the same
Look me in the face 
What do you see?

How do you tell an angel
That you don't believe in God?
Why do I feel
Like such a stranger
I look around
I look around 
And all my friends are gone

But oh would you be me?
Because I would be you
Oh you'd be happy
Only if you wanted to
And how would you treat me?
Because I would treat you
Oh you'd be happy
Only if you wanted to

How do you tell your Father,
That you want him to notice you?
Why does this seem like such a bother?
When mom says you'd be better off dead
But I want to see you
I still want to see you
Oh would you call me?
Oh it's not hard too
I'm the first one 
On your birthday
And oh would you write me
On my birthday
Graduation, was yesterday
Yesterday
Oh...

How do you hold the special victim?
When they push you away
When they've been 
Raped on the inside
Torn on the outside
The dirt and ugly from the stain that they try to hide
Touched in private places
Embarassed faces
To scared to ask for help

Oh would you be me?
Because I would be you
Oh you'd be happy
Only if you wanted to
And how would you treat me?
Because I would treat you
You'd be happy
Only if you wanted to

I'm wishing the bath water clean
She hides in the back and is unseen
I take off the mask that surrounds me
Look me in the face
What do you see?

Dienstag, 7. Juni 2011

Und die Welt wird wieder grün

Sometimes everything is grey
or brown
just death somehow

Sometimes I can't see the sun
it's bright
too bright for me

Sometimes I just lay in my bed
screaming
crying cause of nothing

Sometimes the glass is not full
or half
but it's just empty

And sometimes there's no glass
at all
nothing left to fill

In these days
God sends the rain
to color the world again

In these days
he sends the clouds
to make me see the sun

In these days
he fills me up
and I'm filled
filled with satisfaction

So I thank God, thank God, thank God
for making my world green again.

Montag, 6. Juni 2011

Einen vor den anderen

Vielleicht hat jeder von uns nicht eine gewisse Anzahl an Jahren zu leben, sondern eine Anzahl an Schritten. Die "Faulen" spüren das vielleicht und laufen wenig herum, damit sie länger leben. Andere wissen, dass sie viele Schritte gehen müssen, bevor sie sterben dürfen - deshalb gehen sie so viel wie möglich. Die meisten sind es sich aber vermutlich gar nicht bewusst. Und denken nicht daran, dass sie vielleicht sorgfältig mit ihrem "Guthaben" umgehen sollten. Wenn sie ständig durch die Welt rennen, sind vielleicht irgendwann all ihre Schritte verbraucht.
Und das vielleicht, bevor sie dort angekommen sind, wo sie hin wollen.
Also, überlegt euch gut, wo ihr hin wollt, und setzt dann behutsam einen Fuss vor den anderen. Every step counts.


Wie viele "Vielleicht's" kommen in diesem Text vor? Gibt es ein anderes Wort dafür, ausser "eventuell"?

Donnerstag, 2. Juni 2011

Anfrage zur Kursprogrammserweiterung

Lieber Gott,

bitte nimm doch einen obligatorischen Kurs zum Thema "Selbsteinschätzung" in dein Angebot auf. Denn es gibt Leute, die grössenwahnsinnig sind, eingebildet oder sonst was, und sie sehen es nicht. Und es gibt Menschen, wie sie wunderbarer nicht sein könnten, und auch sie sehen es nicht. Ich finde, du solltest es ihnen beibringen. Uns allen. Wir könnten nämlich viel effizienter sein, wenn wir uns nicht über- und unterschätzen würden.
Meinst du nicht auch?

Kennst du's?

Kennt ihr das, wenn ihr einen Liedanfang hört und denkt: "Wow, tolles Lied!" und ihr euch darauf freut es zu hören, ihr dann aber in irgendwelche Gedankengänge geratet aus denen ihr erst wieder herauskommt, wenn der letzte Ton des Liedes erklingt? Mir geht das andauernd so.

Wie kann man so optimistisch sein, Schuhe mit einem Loch in der Sohle bei Regen anzuziehen und wirklich daran zu glauben, dass der Regen 30 km weiter "nicht sein" wird und die Strassen trocken sein werden? Ich war es. Und wurde wieder einmal enttäuscht.

Kennt jemand weibliche Superhelden? Also ausser Catwoman, Wonderwoman und Heidi.

Wie nennt man das Phänomen des leeren Platzes zwischen zwei Grüppchen im Kino? Pärchen - freier Platz - Mädchengruppe - freier Platz - Familie - ...

Habt ihr schon einmal die Dusche wieder angestellt obwohl ihr, abgetrocknet, mit Handtuch, noch unter ihr standet? Und habt ihr schon einmal mit Kleidern gebadet? Oder im Regen getanzt, bis ihr klatschnass ward, so bis auf die Haut?

Mittwoch, 1. Juni 2011

Ja, aber...und weil.

Wie satt ich es doch habe, mich für alles rechtfertigen zu müssen.

Ja, ich habe für ein "People & Lifestylemagazin" geschrieben,
ja, den ganzen nächsten Monat werde ich nichts anderes tun, als einen Stand zu organisieren, der Glücksmomente sammelt,
nein, ich finde Affären nichts Verwerfliches,
und nein, ich werde nicht all meine Energie ins Studium investieren.
Ja, ich lese gerne Arbeiten Korrektur,
ja, ich bin faul, 
nein, ich weiss wirklich nicht, was netto und brutto ist,
und nein, ich bin nicht fähig, zu akzeptieren.

Und ja, ich glaube an Gott.

Wieso nur habe ich bei all diesen Punkten das Bedürfnis, noch mindestens drei Sätze dazu zu schreiben? Wieso, weshalb und warum ich so bin. Erklärend, damit man mich ja nicht missverstehen kann. Wieso nur habe ich das Gefühl, ich könnte nicht gefallen, wenn jemand nur diese "Geständnisse" sieht und keine Ausführungen dazu? Wieso meine ich zu spüren, dass es von mir erwartet wird, mich zu rechtfertigen? Ich selber habe mir das Bedürfnis nach Rechtfertigung nicht ausgedacht. Woher kommt es also, wie konnte es in unserer Gesellschaft so fest Fuss fassen, hat es auch positive Seiten, wie können wir es wieder verbannen und taucht es überhaupt auch bei anderen auf?