Ich mache mich auf. Ich mache mich auf eine Reise, ohne Ziel, ohne Plan. Planlos, ziellos. Aber ich mache mich auf. Sie wird mich über Hügel und durch Flüsse führen, durch einsame Steppen und belebte Wälder. Ich werde sicher vor dem ein oder anderen Abgrund stehen - aber ich werde Brücken suchen und finden. Und wenn nicht, steige ich eben hinunter, bis ganz nach unten. Und auf der anderen Seite wieder hoch. Ich begebe mich auf eine Reise in die Ungewissheit, ins Innerste. Niemand weiss, was mich erwartet. Ob mich überhaupt etwas erwartet. Ich erwarte nämlich nichts. Ich lasse alles auf mich zukommen. Obwohl - nein, ich mache mich ja auf, ich gehe darauf zu. Wie auch immer, ich mache mich auf, auf eine Reise, ohne Ziel, ohne Plan, in die Ungewissheit, ins Innerste. Wir werden sehen, wie und ob ich zurückkehren werde, ob sie mich prägen oder verändern wird. Ich werde Bilder sammeln, und Gerüche, und Gesichter und Wortfetzen. Und dann werde ich alles Bündeln und fest verstauen, nachdem ich es ausgiebig betrachtet habe. Aber zuerst einmal mache ich mich auf und gehe sammeln. Ich mache mich auf, auf ins Unbekannte.
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