Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur. ... Oscar Wilde



Montag, 4. April 2011

Plitsch Platsch

Ich finde es gemein, dass die Sonne den Begriff "gutes Wetter" für sich gepachtet hat. Wieso schauen heute alle (wenn ich "alle" schreibe, meine ich natürlich nicht alle, das wäre ja Schubladisierung. Ich meine die Allgemeinheit, den Grossteil, den Standard-Menschen.) also, wieso schauen heute alle aus dem Fenster und sagen: "Läck, ist das schlechtes Wetter da draussen!" Das ist doch einfach unfair! Die Sonne zum Beispiel hat am Wochenende ganz fies meine Haut verbrannt. Der Regen aber plätschert vor sich hin, trommelt gegen mein Fenster (Vormerken: Die nächste Wohnung wird eine Dachwohnung - mit Dachfenstern.), klatscht mit riesigen Tropfen in mein Gesicht, bewässert die Blümchen, wäscht den Dreck weg, stillt den Durst, sammelt sich in Pfützen und bahnt sich dann seinen Weg durch die Furchen des Erdbodens. Und manchmal vermag er es auch, das ein oder andere Gemüt abzukühlen. Der Regen ist so vielseitig. Wieso also muss er immer dieses "schlechte Wetter" aufgedrückt kriegen?

4 Kommentare:

  1. Er prasselt auf das Dach und kleine Wasserfälle stürzen vom Ende einer Regenrinne in die Tiefe. Tropfen um Tropfen fällt von der Baumkrone auf die nächsten Blätter und mit einem "pflutsch" geht die Reise weiter.

    Ein Blitz zuckt über den Berggipfeln und einige Sekunden später wird das frische Rauschen von einem Donner durchdrungen.

    Regen ist... voller Magie

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  2. Du riechst den Asphalt. Noch ist er warm. Du läufst, du rennst, du sprinst, du hüpfst, du könntest schreien vor grundlosem Glück - und zur Abwechslung TUST du es einfach mal. Die Schuhe hast du schon längst ausgezogen, dein T-Shirt klebt an deinem Körper, deine Haare triefen und deine Wimpern werden vom Regenwasser zusammengeklebt. Dann stehst du da. In der Mitte. Breitest die Arme aus. Und fängst dich an zu drehen.

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  3. Du streckst deine Zunge nach dem Regen und wunderst dich, dass so wenige Tropfen darauf landen, wo es doch so viele gibt. Du legst dich auf die von der Sommersonne immer noch warme Teerstrasse. Die kühlen Tropfen vom Himmel und der wärmende, nasse Untergrund sind deine Welt.

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  4. Das ist zu schön, um noch irgendeinen weiteren Kommentar dazu zu machen. Danke!

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